Sonntagsfrage: Bierpartei überholt Grüne

31. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ÖVP befindet sich laut Umfragen weiterhin im Sinkflug. Wären aktuell Wahlen, dann käme die Regierungsparte nur mehr auf Platz drei. Sollte zudem die Bierpartei antreten, dann verliere nicht nur die Volkspartei, sondern auch der grüne Koalitionspartner stark.

Der Zuspruch für die Regierungsparteien sinkt in der Sonntagsfrage weiterhin ab. Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag von PULS 24 käme die ÖVP nur noch auf 20 Prozent und würde sich auf Platz drei hinter FPÖ (25 Prozent) und SPÖ (27 Prozent) einreihen. Die Grünen würden sich mit den NEOS Platz vier teilen und kämen auf elf Prozent.

Aktuelle Sonntagsfrage

Im Vergleich zur letzten Sonntagsfrage zeige sich nun laut Christoph Haselmayer, Meinungsforscher und Geschäftsführer des IFDD, dass die Causa rund um Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid die ÖVP drei Prozent gekostet habe.

"Italienische Verhältnisse"

"Einen riesigen Rumms in der Republik" gebe es, wenn auch Marco Pogo mit seiner Bierpartei zur nächsten Nationalratswahl antreten würde, wie Haselmayer im PULS 24 Interview verrät. Dann würde die Volkspartei noch weitere drei Prozent verlieren. Die Bierpartei hingegen würde mit zehn Prozent die Grünen überholen, die in diesem Fall nur mehr auf acht Prozent kämen, und sich Platz vier mit den NEOS teilen würde. Damit wären die Grünen laut dem Meinungsforscher "am meisten betroffen". 

Sonntagsfrage mit Bierpartei

In diesem Falle bliebe "kein Stein auf den anderen" und es gäbe in Österreich "defacto italienische Verhältnisse", meint Haselmayer. "Das Einzige, was sich stabil ausgehen würde, wäre eine Mandatsmehrheit zwischen SPÖ und FPÖ".

"Viel Protest in Österreich"

Die Ergebnisse der Umfrage würden zeigen, "wie viel Protest wir in Österreich haben", so der Meinungsforscher. Profitieren würde die Bierpartei, denn diese bekäme von allen Parteien, "von den Grünen bis zu den Freiheitlichen Stimmen". Daher mache es Bierpartei-Chef Dominik Wlazny laut Haselmayer auch "genau richtig", indem er sich noch nicht zu einem möglichen Antritt bekannt habe.

Quelle: Redaktion / pea