Mikroskop (Symbolbild)APA/AFP/Andreas SOLARO

Sigmund-Freud-Privatuni kämpft um ihren Medizin-Master

03. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Hochschule erhebt Einspruch gegen einen Bescheid der Qualitätssicherungsagentur und bereitet gleichzeitig die Neueinreichung des Studiengangs vor.

Die Sigmund-Freud-Privatuniversität (SFU) wehrt sich gegen das Aus ihres Medizin-Masterstudiums, das sie seit 2015/16 anbietet. Die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) hat die Zulassung des Medizin-Masters zuletzt wegen Qualitätsmängeln widerrufen. Die SFU will nun den entsprechenden Teil des Bescheids beeinspruchen, wie Rektor Alfred Pritz gegenüber der APA bestätigt. Gleichzeitig wird eine Wiedereinreichung des Studiums vorbereitet.

Die SFU versucht also auf zwei Wegen, den Weiterbestand des Medizin-Masterstudiums zu erreichen. Pritz will im Rahmen des Einspruchs gegen den Bescheid der AQ Austria, der mittlerweile bei der SFU eingelangt ist und noch geprüft wird, etwa zwei Gutachten von Professoren aus Deutschland vorlegen.

Zeitverlust im Studium möglich

Was der Antrag auf Neuakkreditierung in der Praxis für jene Studierenden bedeutet, die demnächst ihren Medizin-Bachelor an der SFU abschließen werden und im Anschluss ihren Master beginnen wollen, soll laut Pritz Ende Jänner mit der AQ Austria geklärt werden. "Es könnte zu einigen Monaten Zeitverlust kommen", so Pritz' Erwartung für den Fall einer erfolgreichen neuen Akkreditierung. Die Agentur muss diesen Antrag nach dessen Einreichung erst prüfen.

Wesentliches Kriterium für den Widerruf der Akkreditierung des Studiengangs war ein im Auftrag der AQ Austria erstelltes Gutachten. Darin wurden nicht nur Probleme beim Medizin-Masterstudium der SFU, sondern noch zahlreiche andere Abweichungen von den geforderten Standards festgestellt.

Keine Auswirkung hat der Entzug der Akkreditierung für das Masterstudium auf bereits erworbene Titel, wie AQ-Austria-Geschäftsführer Jürgen Petersen zuletzt betont hat.

Quelle: Agenturen / Redaktion / kap