Teilweise Rückkehr in Schulen ab 25. Jänner

13. Jan 2021 · Lesedauer 4 min

Laut Bildungsminister Heinz Faßmann sollen die Schulen am 25. Jänner wieder schrittweise öffnen. Aber: Bei zusätzlichen Verschärfungen, bleiben auch die Schulen zu.

Die eigentlich für kommenden Montag (18. Jänner) geplante Rückkehr der Schüler in die Klassenzimmer wird um eine Woche verschoben, bestätigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) im "Ö1-Mittagsjournal". Das Distance Learning wird um eine Woche verlängert, die Kinder können bis dahin nur für Tests oder Schularbeiten bzw. zur Betreuung in die Schulen kommen.

Ab 25. Jänner soll der Unterricht dann wieder in den Schulen stattfinden. Faßmann betont, es könne nur eine "schrittweise Öffnung" geben, "wobei die geringere Anzahl der Schüler eine wesentliche Komponente ist. Ob das ein Schichtbetrieb wird, muss man noch sehen, das wird mit den Schulen autonom ausgehandelt werden".

Man müsse auch auf regionale Inzidenzen Rücksicht nehmen, erklärte Faßmann. Ihm sei es wichtig, dass es "dann eine schrittweise Perspektive in die schulische Normalität geben kann". Die Frage, welche Altersgruppen mit Fernunterricht besser zurechtkommen, sei ebenfalls ein Kriterium. Aber auch die Oberstufenschüler, die seit den Herbstferien Distance Learning am Stundenplan hatten, sollen zumindest einen Teil der Zeit wieder in den Schulen zusammenkommen, betonte Faßmann.

Bildungsminister Heinz Faßmann im PULS 24-Interview.

Für eine Rückkehr ohne Einschränkungen sei die Zeit zu unsicher: Die Infektionszahlen seien trotz Lockdown noch immer hoch, dazu komme die britische Mutation, über die es noch wenig gesichertes Wissen gebe. In den Nachbarländern würden die Lockdowns teilweise verlängert. "Die Zeit ist leider sehr, sehr unsicher und daher gibt es auch noch eine gewisse Unsicherheit in den Entscheidungen. Aber der 25. ist sicher." Gleichzeitig schränkte der Minister ein: "Wenn alles gut geht und die Entwicklung so weiter voranschreitet wie bisher, können wir eben diese Öffnungsschritte in der Schule setzen." Gegenüber PULS 24 stellte Faßmann klar, dass nur zusätzliche Corona-Verschärfungen eine Wiederöffnung der Schulen verhindern werden. 

Eine Verlängerung des Fernunterrichts bis zu den Semesterferien, über die zuletzt spekuliert wurde, scheint damit vorerst vom Tisch zu sein. Auch die Oberstufenschüler, die seit den Herbstferien Distance Learning am Stundenplan hatten, dürfen ab 25. Jänner wieder zumindest im Schichtbetrieb in die Klassen. Jeder Präsenztag sei wichtig, um das Semester noch abschließen zu können, betonte man im Bildungsressort.

Maskenpflicht und Ausdünnung

Die Schüler sollen "mit der gebotenen Vorsicht" in die Klassen zurückkehren: Wie schon zuletzt gilt abseits der Volksschulen eine Maskenpflicht im Unterricht. Außerdem verweist man im Ministerium auf die Corona-Selbsttests, die Schüler und Lehrer einmal pro Woche machen sollen. Das Testen erfolgt allerdings freiwillig.

Dazu kommt nun auch eine Ausdünnung der Klassen, etwa indem diese wie im Frühjahr in zwei Gruppen geteilt und im Wechsel vor Ort unterrichtet werden können. Die Details sollen noch mit den Bildungsdirektionen besprochen werden, das werde laut Faßmann auch mit den Schulen "in einem gewissen Sinn autonom ausgehandelt".

Die Modelle seien außerdem abhängig von den Infektionszahlen sowie weiteren Parametern wie den Zahlen der Hospitalisierung, der Auslastung der Intensivbetten etc. Klar sei, dass man bei der Entscheidung über eine Öffnung der Schulen neben der Gesundheit auch andere Güter wie das Recht auf Bildung oder ein soziales Gefüge berücksichtigen muss, so Faßmann. "Man kann auf eine Gesellschaft keinen Betondeckel legen und sagen: Alles muss jetzt in eine Distanz gehen ohne Interaktion zueinander", sagte er in Richtung von Experten, die angesichts der aktuellen Lage der Pandemie und dem Auftreten der britischen Mutation vor einer Öffnung der Schulen warnen.

Semesterferien

Für Schüler in Wien und Niederösterreich bedeutet die Verlängerung des Distance Learning, dass sie nur noch eine Woche Präsenzunterricht haben, bevor sie mit 1. Februar in die einwöchigen Semesterferien starten. Etwas mehr Unterrichtstage im Klassenzimmer gibt es in den anderen Bundesländern, wo die Ferien erst mit 8. Februar (Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg) bzw. 15. Februar (Oberösterreich, Steiermark) beginnen.

Die Schüler sollen "mit der gebotenen Vorsicht" in die Klassen zurückkehren: Wie schon zuletzt gilt abseits der Volksschulen eine Maskenpflicht im Unterricht. Außerdem verweist man im Ministerium auf die Corona-Selbsttests, die Schüler und Lehrer einmal pro Woche machen sollen. Das Testen erfolgt allerdings freiwillig. Dazu kommt nun auch eine Ausdünnung der Klassen, etwa indem diese wie im Frühjahr in zwei Gruppen geteilt und im Wechsel vor Ort unterrichtet werden können. Die Details sollen noch mit den Bildungsdirektionen besprochen werden, die Modelle seien außerdem abhängig von den Infektionszahlen.

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Quelle: Redaktion / moe/hos