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Schellhorn: Lockerung "sind fatal" und "ein Pfusch"

31. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Lockerungs-Plan der Regierung sei nicht nur ein "Pfusch", sondern auch "fatal", meint der Gastronom und Hotelier Sepp Schellhorn. Er sieht durch die Maßnahmen-Änderung den Wintertourismus gefährdet.

"Die Leidtragenden sind bei diesem Pfusch die Unternehmer", kritisiert der Gastronom und Hotelier Sepp Schellhorn im "Ö1-Morgenjournal" die neuen Corona-Maßnahmen. Ab dem morgigen Dienstag, den 1. Februar, ändert sich die Gültigkeitsdauer der Impfzertifikate. Damit laufen tausende Grüne Pässe ab. Diese zu kontrollieren sei laut Schellhorn "schwer umsetzbar. Weil wir auch in unserem Ski-Restaurant mit 1.500 Sitzplätzen Eingangskontrollen haben. Jeden Tag die Abgewiesenen nicht hereinlassen zu können, ist irgendwie komisch".

Schellhorn: "Irgendwie kennt man sich nicht mehr aus"

Sepp Schellhorn kritisiert auch im Interview mit PULS 24 die Corona-Politik in Österreich. 

Fehlende Sicherheit "ist ein großes Problem"

Schellhorn sieht durch die neue Regelung den "umsatzstärksten Monat" in Gefahr, denn auch Touristen aus dem Ausland seien davon betroffen. "Die Impfpflicht kann ich bei den Deutschen ja nicht auch noch durchsetzen", kritisiert er die Entscheidung der Regierung. Nun müssten die Betreiber "schauen, dass wir über die Runden kommen", meint der Hotelier.

Generell hätte Schellhorn eine durchgehende 2G-Regelung im Winter den Lockerungen vorgezogen. Denn "der nächste Winter kommt bestimmt und wird genauso kritisch, wenn wir uns nicht immunisieren", meint der ehemalige NEOS-Politiker. Den Lockerungsplan der Regierung bezeichnet er im "Ö1"-Interview als "fatal". Durch die 3G-Regelung würde man die Impfrate nicht steigern, da "sich der Bürger denkt: Ist ja eh alles wurscht". Auch sei die fehlende Sicherheit, die durch 2G für Geimpfte und Genesene entstehe, ein "großes Problem", betont der Gastronom.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea