APA - Austria Presse Agentur

Schanigärten ab Ende März offen: Der Plan der Regierung

02. März 2021 · Lesedauer 3 min

Nach dem Corona-Gipfel mit den Landeshauptleuten hat die Bundesregierung am Montag den weiteren Plan bekannt gegeben. Die Gastronomie darf demnach ab Ende März im Freien wieder öffnen.

Die Regierung hat sich mit den Landeshauptleuten trotz steigender Corona-Zahlen auf weitere Öffnungsschritte verständigt. Demnach wird die Gastronomie outdoor mit Ostern öffnen dürfen. Zudem soll Jugend- und Schulsport ab Mitte des Monats wieder erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist dem Vernehmen nach, dass es zu keinem exponentiellen Wachstum kommt.

Schanigärten ab Osterwoche wieder offen

Die Gastronomie hat am Montag endlich die lang herbeigesehnte Perspektive bekommen. In der Osterwoche, also Ende März, sollen zumindest die Schanigärten wieder öffnen dürfen, so der Plan der Regierung.

Öffnungen bei Indoor-Lokalen und im Kulturbereich werden danach folgen, sofern es die Zahlen erlauben. "Das Ziel ist, im April Gastronomie, Kultur und Tourismus wieder öffnen zu können", sagte Kanzler Kurz bei der Pressekonferenz. Allerdings sei dies ein Ziel, das stark von den Veränderungen bei den Infektionszahlen abhängen werde, so der Kanzler.

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Die geplanten weiteren Lockerungsschritte in den kommenden Wochen.

Vorarlberg plant weitgehende Gastro-Öffnung

Vorarlberg darf aufgrund der guten Zahlen bereits Gastronomie und Kultur ab 15. März wieder komplett öffnen. Die Corona-Öffnung in Vorarlberg wird einigermaßen weitgehend sein. Wie Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) in "oe24.tv" kundtat, wird in seinem Land mit Mitte des Monats die Gastronomie auch indoor öffnen. Skihütten könnten in der ausklingenden Saison ebenfalls aufmachen, aber nicht mit klassischem Apres Ski.

Ab Mitte März soll auch der Schul- und Jugendsport im Freien wieder möglich sein und das bundesweit.

"Das hätte man in fünf Minuten sagen können"

PULS 24 Chefredakteur Stefan Kaltenbrunner analysiert, was konkret bei der Pressekonferenz angekündigt wurde.

Vorarlberg wird Modellregion

Das Bundesland Vorarlberg soll aufgrund der besonders niedrigen 7-Tages-Inzidenz (73,3 laut Dashboard am Montag) und der vergleichsweise geringen Verbreitung der Briten-Mutation ab Mitte März zur Modellregion für weitere Lockerungen werden. Dort werden Gastronomie und Kultur ab Mitte März wieder offen sein. Falls sich diese nicht sehr negativ auf die Infektionszahlen auswirken, werden diese Gastro-Lockerungen bei entsprechend niedrigen Inzidenzen auch in anderen Bundesländer übernommen werden.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte an, man werde trotz der Lockerungen versuchen, die Infektionszahlen zurückzudrängen. So soll es in besonders stark betroffenen Regionen eine Ausreise-Testpflicht geben, wie es derzeit schon in Tirol der Fall ist. Gespräche dazu sollen in den kommenden Tagen mit Kärnten und Salzburg geführt werden. Die derzeit höchsten Inzidenzen haben ja auf Bezirksebene mit Abstand Hermagor und St. Johann in Pongau. Auch das Tragen von FFP2-Masken an Arbeitsplätzen sollen ausgeweitet werden.

Gesundheitspersonal und Hochrisiko-Patienten bis nach Ostern impfen

 Anschober mahnte erneut zu Disziplin in der "schwierigsten Zeit der Pandemie" bis Ostern. Gleichzeitig gab er den angepassten Impfplan bekannt. Demnach soll bis nach Ostern das gesamte Gesundheitspersonal sowie die Hochrisiko-Patienten durchgeimpft sein.

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Kritik von Opposition und Gastro

Skeptisch bis ablehnend reagiert die Opposition auf die Öffnungspläne der Regierung. Auch bei der Gastronomie gibt es Enttäuschung.

Während sich zahlreiche Landeshauptleute mit den neuen Maßnahmen zufrieden zeigen, schimpft die Opposition. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner warnte bereits vorab vor weiteren Öffnungsschritten. Angesichts steigender Infiziertenzahlen und belegter Intensivbetten seien diese "hochgradig unverantwortlich", warnte sie.

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Quelle: Redaktion / hos