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Russland feiert Pink-Floyd-Bassist Waters nach Kritik an Biden und Ukraine

08. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

"Pink Floyd forever", schreib Russlands Ex-Präsident, nachdem Roger Waters, Gründungsmitglied der Band US-Präsident Joe Biden als Kriegsverbrecher kritisierte. Er warf Präsident Selenskyj vor, nicht besser zu verhandeln, um endlich den Krieg zu beenden, der vielen Russen das Leben kostet. Der ukrainische Ex-Botschafter in Wien rät Waters nach Russland zu ziehen.

"Biden würde das Feuer in der Ukraine anfachen. Das ist ein großes Verbrechen", sagte Roger Waters, der aktuell durch die USA tourt, im Interview mit CNN-Moderator Michael Smerconish in einem am Sonntag veröffentlichten Interview. Während seiner Bühnenshow zeigt Waters auch "Kriegsverbrecher", darunter neben Ex-Präsdident Donald Trump auch Biden. Biden könne den Krieg "morgen" beenden, wenn er nur wolle, so der 78-Jährige Musiker weiter. Die USA sollten den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj außerdem ermutigen, zu verhandeln, um den Krieg der "wir wissen wie viele" Russen tötet. 

Medwedew lobt "adäquate Leute im Westen"

Lob dafür gab es umgehend von Dmitri Medwedew. "Es gibt noch adäquate Leute im Westen. Pink Floyd forever", kommentierte der die Aussagen im Sozialen Netzwerk vkontakte. Das hinterlegte der russische Ex-Präsident mit dem Waters-Song "Wish You Were Here". 

Scherba: "Seagal wartet in Moskau auf dich!"

Das wünscht wohl auch der ehemalige Botschafter der Ukraine in Österreich, Oleksandr Scherba. Der richtete Waters in mehreren Tweet unter anderem aus, dass Schauspieler und Putin-Freund Stephen Seagal auf ihn in Moskau warte. In einem zweiten Tweet meinte er, alle, die sich wie Roger Waters auf die Seite der Neutralität oder der Angreifen stellen würde, würden "nicht nur von all den gefolterten, verkrüppelten, ermordeten Ukrainern – sondern von der Geschichte" gemessen werden. 

Erst habe Waters behauptet, es werde keinen Krieg geben, weil Putin dafür zu schlau sei und nun behaupte er, der Krieg habe einen guten Grund. 

Waters sorgte schon in der Vergangenheit mit umstrittenen Aussagen und Aktionen immer wieder für heftige Kritik. So ließ er einmal ein Schwein mit Davidstern bei seinen Shows über die Bühne fliegen. Ebenfalls mit einem Schweine-Ballon kritisierte er Ex-Präsident Donald Trump. 

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Quelle: Redaktion / lam