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Rund 4.500 Evakuierungen aus mehreren ukrainischen Städten

23. März 2022 · Lesedauer 2 min

In der Ukraine sind im Laufe des Tages mehr als 4.500 Menschen aus belagerten und umkämpften Städten evakuiert worden. Der Großteil von ihnen, fast 3.000 Menschen, habe aus der Hafenstadt Mariupol kommend mit privaten Transportmitteln die Großstadt Saporischschja erreicht. Weitere Evakuierungen habe es zudem aus dem Ort Huljajpole, dem Gebiet Luhansk und drei Dörfern im Gebiet Kiew gegeben, so der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko.

Laut Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk hätten sieben von neun geplanten Korridoren funktioniert. Bei zwei Fluchtwegen seien Autobusse von russischen Einheiten an Kontrollpunkten aufgehalten worden, sagte sie in einer Videobotschaft am Mittwochabend. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig geprüft werden.

Von russischer Seite hieß es, rund 8.500 Bewohner Mariupols seien ohne Beteiligung der Kiewer Führung evakuiert worden. Das teilte der russische Generalmajor Michail Misinzew am Mittwochabend laut russischer Agentur Interfax mit. Russland und Ukraine geben sich regelmäßig gegenseitig die Schuld, wenn humanitäre Korridore nicht funktionieren.

Aus Russland hieß es zudem, rund 180 Bewohner zweier Dörfer in der Region Belgorod an der ukrainischen Grenze seien am Mittwochabend evakuiert worden. Dies berichtete die Agentur Interfax in der Nacht auf Donnerstag mit Berufung auf einen Bürgermeister. Am Mittwoch hatte es von russischer Seite geheißen, eine Granate sei aus der Ukraine eingeschlagen, woraufhin die Behörden den Katastrophenfall ausriefen. Aus der Ukraine gab es zunächst keine Bestätigung für den Vorfall.

Quelle: Agenturen