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Republik Moldau tritt endgültig aus der GUS aus

19. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Als Bruch mit der sowjetischen Vergangenheit bereitet die Republik Moldau den endgültigen Austritt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) vor. Das sagte Außenminister Mihai Popsoi im Rundfunksender Radio Moldova in Chisinau. Die Gründungsdokumente der GUS von 1991 und deren Statut von 1993 sollten aufgekündigt werden. Sein Ministerium bereite eine entsprechende Entscheidung des Parlaments vor.

In der von Russland dominierten GUS hatten die früheren Sowjetrepubliken versucht, einen Zusammenhalt nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 zu organisieren. Mit Moskau verfeindete Länder wie die Ukraine oder Georgien sind bereits keine Mitglieder mehr. In Moldau läuft der Austrittsprozess, seit das Land 2022 Kandidat für den EU-Beitritt wurde.

Allerdings ist das kleine Land zwischen der Ukraine und Rumänien politisch gespalten. Russland versucht mit aller Macht seinen Einfluss zu halten. Der proeuropäische Kurs von Präsidentin Maia Sandu sei inakzeptabel, sagte Ex-Staatspräsident Igor Dodon von den oppositionellen Sozialisten. Seine Partei setze sich für enge Kooperation mit Russland, der GUS und China ein. In Moskau sagte eine Parlamentsabgeordnete, mit dem Austritt drohe Moldau das gleiche Schicksal wie der Ukraine.

Zusammenfassung
  • Die Republik Moldau bereitet den endgültigen Austritt aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) vor und will die Gründungsdokumente von 1991 sowie das Statut von 1993 aufkündigen.
  • Seit 2022, als Moldau EU-Beitrittskandidat wurde, läuft der Austrittsprozess aus der von Russland dominierten GUS, der bereits Länder wie die Ukraine und Georgien verlassen haben.
  • Im Land gibt es politische Spannungen: Während Präsidentin Maia Sandu einen proeuropäischen Kurs verfolgt, fordert die Opposition unter Ex-Präsident Igor Dodon eine engere Zusammenarbeit mit Russland, der GUS und China.