APA/BARBARA GINDL

PVA schätzt bis zu 70.000 Personen für Frühstarterbonus

Der statt der abschlagsfreien Hacklerregelung ab 2022 geplante Frühstarterbonus wird im ersten Jahr voraussichtlich rund 60.000 bis 70.000 Personen zugutekommen. Etwa die Hälfte davon werden Frauen sein, so die Pensionsversicherungsanstalt (PVA). Diese Personen werden 2022 in Pension gehen und die Voraussetzungen erfüllen. Das bedeutet, dass sie zwischen dem 15. und dem 20. Lebensjahr zumindest 12 Monate an Beitragszeiten erworben und insgesamt 25 Versicherungsjahre haben.

Die Prognose der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer, dass rund vier Mal so viele Menschen von dem neuen Frühstarterbonus profitieren werden wie von der derzeitigen abschlagsfreien Hacklerregelung könnte damit ganz grob gerechnet in etwa passen. Diese vorzeitige Langzeitversichertenregelung ohne Abschläge haben heuer von Jänner bis inklusive Oktober 9.742 Personen (nur PVA-Versicherte) in Anspruch genommen. Wenn man diese Zahl für das ganze Jahr und für alle Versicherten auf etwas mehr als 13.000 Personen hochrechnet und mit vier multipliziert, dann kommt man annähernd auf die von der PVA geschätzten 60.000 Personen für den Frühstarterbonus.

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 gab es insgesamt 101.150 Neuzugänge bei den Eigenpensionen. Auch bei den erwartbaren Kosten bestätigt die PVA mit rund 40 Millionen Euro im ersten Jahr die Schätzungen der Regierung.

ribbon Zusammenfassung
  • Der statt der abschlagsfreien Hacklerregelung ab 2022 geplante Frühstarterbonus wird im ersten Jahr voraussichtlich rund 60.000 bis 70.000 Personen zugutekommen.
  • Diese Personen werden 2022 in Pension gehen und die Voraussetzungen erfüllen.
  • Zum Vergleich: Im Jahr 2019 gab es insgesamt 101.150 Neuzugänge bei den Eigenpensionen.
  • Auch bei den erwartbaren Kosten bestätigt die PVA mit rund 40 Millionen Euro im ersten Jahr die Schätzungen der Regierung.