APA/APA/THEMENBILD/ROLAND SCHLAGER

Prozess gegen Kneissls ehemaligen Generalsekretär startet

Heute, 20:30 · Lesedauer 1 min

Der Prozess wegen Amtsmissbrauch und Verletzung der Geheimhaltungspflicht gegen den ehemaligen Spitzenbeamten Johannes Peterlik startet am Dienstag. Als Generalsekretär im Außenministerium von Karin Kneissl (FPÖ) soll er ohne Erfordernis einen als "geheim" klassifizierten Bericht zum Giftanschlag im britischen Salisbury angefordert und dem ehemaligen Verfassungsschützer Egisto Ott zugänglich gemacht haben. Der Prozess ist auf drei Tage anberaumt.

Gleich am ersten Tag soll Ott - selbst Angeklagter im größten Spionage-Prozess der letzten Jahrzehnte - als Zeuge aussagen. Über ihn sollen die Dokumente zum Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal an den Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek, der seit längerem für den russischen Inlandsgeheimdienst FSB tätig sein soll, gelangt sein. Fortgesetzt wird der Prozess am Donnerstag mit weiteren Zeugenbefragungen. Am Freitag könnte es ein Urteil geben.

Zusammenfassung
  • Am Dienstag startet der Prozess gegen den ehemaligen Generalsekretär Johannes Peterlik, dem Amtsmissbrauch und Verletzung der Geheimhaltungspflicht vorgeworfen werden.
  • Peterlik soll einen als geheim eingestuften Bericht zum Giftanschlag im britischen Salisbury ohne Erfordernis angefordert und an Egisto Ott weitergegeben haben, der als Zeuge geladen ist.
  • Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt, beginnt mit der Aussage von Ott und könnte bereits am Freitag mit einem Urteil enden.