Pro und Contra: Teuerung, Löhne, Sanktionen – Sozialer Frieden in Gefahr?

20. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Zu Pandemie, Klimakrise und Krieg in der Ukraine lastet nun auch die Teuerung auf den Schultern der Österreicher:innen und bringt die Menschen auf die Straße. Die Behörden erwarten einen demonstrationsintensiven Herbst und warnen vor einer zunehmenden Radikalisierung. Entfernt sich das Land vom sozialen Grundkonsens? Diese und andere Fragen diskutiert diese Woche ein meinungsstarkes Podium in Pro und Contra.

Die Temperaturen fallen, die Preise steigen. Trotz der Regierungshilfen ist der Unmut in der Bevölkerung groß. Auch für die kommenden Wochen sind Demonstrationen angekündigt. Strompreisbremse, Klimabonus und Anti-Teuerungsausgleich der Regierung würden nicht ausreichen, um die Kosten des täglichen Lebens zu stemmen, sagen viele. Auch die Wirtschaft hat Existenzängste. Während die Stimmen nach mehr Regierungshilfen, aber auch nach deutlich höheren Lohnabschlüssen lauter werden, sinkt die Unterstützung für die Sanktionen gegen Russland.

Der Vertrauensverlust in die Politik und der Frust über die Teuerung sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und auch extreme Gruppen links und rechts der Mitte bekommen vermehrt Zulauf. Diese Entwicklung sieht David Blum, der Vizechef des Verfassungsschutzes DSN, als problematisch an: „Ich habe solch einen Nährboden für Radikalisierung in dieser Breite in Österreich noch nicht erlebt”, sagt er im „Kurier“. 

Bröckelt der gesellschaftliche Kitt? Wie hoch müssen die Lohnabschlüsse nun ausfallen? Welche Rolle spielen die Wirtschaftssanktionen? Und was muss jetzt passieren, um die Menschen insgesamt zu entlasten?

PRO UND CONTRA           

Dienstag, 20. September 2022, 22:20 Uhr auf PULS 4       

Gäste:      

Roman Hebenstreit, Vorsitzender Gewerkschaft VIDA 

Gerhard Hackl, Unternehmer HAKA Küchen 

Anna Svec, Sprecherin LINKS  

Bernhard Heinzlmaier, Soziologe und Autor  

Nicolas Stockhammer, Sicherheitsexperte, Donau-Universität Krems  

Moderation:                   

Thomas Mohr          

Quelle: Redaktion / ddj