Pro und Contra: Kriegsverbrechen in der Ukraine – Wie hart muss der Westen reagieren?

05. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Das Massaker in Butscha schockiert die Welt. Doch welche Art von Sanktionen gegen Wladimir Putin sind gefordert und wie sehr ist Österreich bereit, mitzuziehen?

Statt des angekündigten Teilrückzugs nimmt die Armee von Wladimir Putin verstärkt Ziele im Osten und Süden der Ukraine ins Visier. Zeitgleich sorgen Bilder von getöteten Zivilist:innen in Butscha für weltweites Entsetzen. Der Westen kündigt scharfe Reaktionen auf diese Kriegsverbrechen an und will so den Druck auf Putin erhöhen.  

Im Fokus der Debatte um härtere Sanktionen stehen die Energielieferungen Russlands an Europa, die indirekt den Krieg mitfinanzieren. Die Ukraine – aber auch der französische Präsident Emmanuel Macron - fordern deshalb ein Embargo für russisches Öl und Gas. Österreich und Deutschland stehen innerhalb der EU aber auf der Bremse – die Abhängigkeit von Energie aus Russland und die damit verbundenen Auswirkungen auf Konsument:innen und Unternehmen seien zu hoch.

Wie stark muss der Westen auf Kriegsverbrechen reagieren? Was kann Wladimir Putin zum Einlenken bewegen? Können wir auf russische Energie überhaupt verzichten? Und welchen Preis können wir zahlen?

Gäste:                

Karl Habsburg-Lothringen, internationaler Medienunternehmer, Präsident Paneuropabewegung Österreich und Vizepräsident Paneuropa-Union 
Ewa Ernst-Dziedzic, Sprecherin für Außenpolitik und Menschenrechte und Nationalratsabgeordnete, Die Grünen   

Wolfgang Petritsch, Präsident Österreichisches Institut für Internationale Politik, früher EU-Sonderbeauftragter und Chefverhandler im Kosovo sowie Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina der UNO 
Franzobel, Schriftsteller   
Ursula Stenzel, Außenpolitikkommentatorin, früher EU-Abgeordnete ÖVP und Stadträtin FPÖ Wien
Vasyl Khymynets, ukrainischer Botschafter in Wien 

Moderation:

Corinna Milborn 

Quelle: Redaktion / hos