Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica
Die 39-Jährige bezeichnet den Präsidenten von El Salvador, Nayib Bukele, als ihr Vorbild. Bukele geht mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vor. Fernández tritt für die konservative Partei PPSO des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte.
Insgesamt treten 20 Kandidaten an. Erreicht keiner von ihnen mindestens 40 Prozent der Stimmen, ist am 5. April eine Stichwahl in dem mittelamerikanischen Land vorgesehen. In Umfragen lag Fernández als Kandidatin der Partei Souveränes Volk mit rund 40 Prozent deutlich vorn. Die Ex-Ministerin hat angesichts der steigenden Kriminalität ein hartes Vorgehen gegen Verbrechergruppen in dem Urlaubsland versprochen. Auf Platz zwei lag der Ökonom Álvaro Ramos von der sozialdemokratischen Nationalen Befreiungspartei mit weniger als zehn Prozent.
Präsident Rodrigo Chaves darf verfassungsgemäß nach einer vierjährigen Amtszeit nicht erneut kandidieren. Parallel zur Präsidentenwahl wird auch über das neue Parlament abgestimmt. Stimmberechtigt sind rund 3,7 Millionen Menschen.
Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land genießt wegen seiner politischen Stabilität und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in Costa Rica die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielen.
Die Wahllokale öffnen um 6.00 Uhr und schließen um 18.00 Uhr Ortszeit (13.00 bis 1.00 MEZ). Mit ersten Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet. Der nächste Präsident tritt sein Amt am 8. Mai an.
Zusammenfassung
- In Costa Rica finden am Sonntag Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt, bei denen 20 Kandidaten antreten und rund 3,7 Millionen Menschen wahlberechtigt sind.
- Die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández führt mit etwa 40 Prozent in den Umfragen und setzt im Wahlkampf auf ein hartes Vorgehen gegen Drogenkriminalität.
- Erreicht kein Kandidat mindestens 40 Prozent der Stimmen, folgt am 5. April eine Stichwahl; der neue Präsident übernimmt das Amt am 8. Mai.
