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Polaschek: Keine konkreten Pläne für Corona-Herbst

13. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) macht sich keine Sorgen, dass durch die neue Corona-Teststrategie nach Ostern in den Schulen die Neuinfektionen steigen werden. Für einen Corona-Bonus für Lehrkräfte gebe es aktuell keine "budgetären Möglichkeiten".

"Die Zahlen gehen jetzt schon zurück", meint Bildungsminister Martin Polaschek im "Ö1"-Morgenjournal auf die Frage, ob die neue Teststrategie an den heimischen Schulen zu mehr Neuinfektionen nach den Osterferien führen wird. Der Minister beruft sich auf Experten, die meinen, dass ein Test pro Woche genügt.

Für eine mögliche neue Ansteckungswelle im Herbst hat der Bildungsminister noch keine gesonderten Pläne was Anpassungen der Teststrategie betrifft. Polaschek verweist darauf, dass man auch das Bildungswesen in eine "bundesweite Strategie" einbetten muss. Zwar "überlegt" man auch in seinem Ministerium, konkrete Maßnahmen nennt Polaschek im Interview allerdings keine.

"Überlegen" bei Ausbau der Schul-Administration

Nach Kritik an dem 500 Euro Corona-Bonus für Schuldirektorinnen und -direktoren erklärt der Minister, dass es "Überlegungen" gegeben hat, sich "mit einer Geste" für die Leistungen während der Pandemie zu bedanken. Laut Polaschek fehlt das Geld, um auch allen Lehrkräften einen Bonus auszuzahlen. Der Bildungsminister sieht allerdings nicht, dass man hierbei die Gruppen gegeneinander ausspielt. Aber alle Menschen im Bildungsbereich haben "großartige Arbeit geleistet".

Angesprochen auf die Kritik auch aus dem Bildungswesen selbst, dass man anstatt Geldgeschenken eher einen Ausbau der administrativen Kräfte an den Schulen finanzieren sollte, meint Polaschek, dass er diesen Standpunkt versteht und man sich "überlegen muss", wo man für weitere Entlastungen sorgen kann. Konkrete Beispiele nennt der Bildungsminister auch hier keine. Er verweist darauf, dass man die "budgetären Möglichkeiten" im Blick behalten müsse.

Unbekannter Bedarf an ukrainischen Lehrkräften

"Wir wissen nicht, wie viele kommen werden", meint Minister Polaschek auf die Frage, ob man den Bedarf an ukrainischen Lehrpersonen nach Ostern abdecken kann. Laut dem Minister gibt es noch keine genauen Zahlen, wie viele Lehrerinnen und Lehrer aus der Ukraine sich in Österreich aufhalten. Der Minister verweist darauf, dass sich diese Personen selbstständig melden sollen.

Jan ForoboskoQuelle: Redaktion / foj