APA - Austria Presse Agentur

Parlamentsauflösung in Neuseeland wegen Corona verschoben

12. Aug 2020 · Lesedauer 2 min

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat nach dem neuen Corona-Ausbruch in dem Pazifikstaat die Auflösung des Parlaments im Vorfeld der Wahl am 19. September verschoben. Der Fokus liege zunächst darauf, das Virus in den Griff zu bekommen, sagte Ardern. Eigentlich sollte das Parlament am Mittwoch aufgelöst werden, nun wird dies voraussichtlich am Montag geschehen.

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat nach dem neuen Corona-Ausbruch in dem Pazifikstaat die Auflösung des Parlaments im Vorfeld der Wahl am 19. September verschoben. Der Fokus liege zunächst darauf, das Virus in den Griff zu bekommen, sagte Ardern. Eigentlich sollte das Parlament am Mittwoch aufgelöst werden, nun wird dies voraussichtlich am Montag geschehen.

Bei der Parlamentswahl stellt sich die 40-jährige Regierungschefin zur Wiederwahl. Die Sozialdemokratin ist seit 2017 im Amt und sehr beliebt.

Am Dienstag waren in Neuseeland erstmals seit 102 Tagen wieder lokale Infizierungen bestätigt worden. Die Behörden hatten vier neuen Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland gemeldet. Wo sie sich angesteckt haben, ist noch unklar.

In der Stadt mit 1,7 Millionen Einwohnern wurde ein zunächst dreitägiger Lockdown angeordnet, der bis Freitag dauern soll. Die Schulen und alle nicht notwendigen Geschäfte sind geschlossen.

Mittlerweile gebe es vier neue Verdachtsfälle bei Personen, die in Verbindung mit der Familie stehen sollen, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield. Das Testergebnis stehe noch aus, aber die Betroffenen zeigten Symptome von Covid-19, hieß es.

Neuseeland gilt dank früher und strikter Maßnahmen als sehr erfolgreich im Kampf gegen die Pandemie. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Inselstaat rund 1.570 Fälle bestätigt, 22 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Quelle: Agenturen