APA - Austria Presse Agentur

Papst betet für "Liebe, Respekt und Freiheit" für Familien

15. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Zum internationalen Tag der Familien hat Papst Franziskus in seiner Frühmesse am Freitag um das Gebet für Familien gebeten. "Bitten wir heute für Familien, das sie wachsen im Geist Gottes, der Liebe, des Respekts und der Freiheit", sagte Franziskus laut Kathpress in seiner Residenz Santa Marta. Indes bereitet der Vatikan die Wiedereröffnung der großen Papstbasiliken für Gottesdienste vor.

Zum internationalen Tag der Familien hat Papst Franziskus in seiner Frühmesse am Freitag um das Gebet für Familien gebeten. "Bitten wir heute für Familien, das sie wachsen im Geist Gottes, der Liebe, des Respekts und der Freiheit", sagte Franziskus laut Kathpress in seiner Residenz Santa Marta. Indes bereitet der Vatikan die Wiedereröffnung der großen Papstbasiliken für Gottesdienste vor.

Der 15. Mai wurde 1993 von den Vereinten Nationen zum Weltfamilientag erklärt, um deren Grundbedeutung "als wichtigste Grundeinheit jeder Gesellschaft" herauszustellen. In den Frühmessen hatte Franziskus mehrfach für Familien gebetet und zu deren Unterstützung aufgefordert. Dabei erwähnte er auch Probleme wie Enge, häusliche Gewalt, Arbeitslosigkeit oder die Schwierigkeiten beim Unterricht zu Hause.

Die Frühmessen in der Corona-Krise, die seit 9. März über Fernsehen und Internet übertragen werden, widmet Franziskus meist bestimmten Personengruppen, die sich um Kranke kümmern, selbst vom Virus betroffen sind oder andere wichtige Aufgaben erfüllen. Am kommenden Montag, dem 100. Geburtstag von Papst Johannes Paul II., wird der Frühgottesdienst vorläufig letztmals live übertragen; ab diesem Tag sind in Italien unter Auflagen wieder öffentliche Gottesdienste zugelassen.

Am Donnerstag berieten dazu die Verantwortlichen über Schutzmaßnahmen. Demnach sollen zumindest bei Festmessen Thermoscanner zum Einsatz kommen. Die vier direkt dem Papst unterstellten Basiliken in Rom sind San Giovanni in Laterano, der Petersdom, Sankt Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore.

Der Petersdom gilt mit einem Fassungsvermögen von mehreren Tausend Personen als größtes Kirchengebäude der Welt. Vatikansprecher Matteo Bruni erklärte auf Nachfrage von Journalisten, Zugangsregeln würden spezifisch für jede Papstbasilika festgelegt. Im Petersdom werde die päpstliche Gendarmerie in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Vatikan eine Teilnehmerbeschränkung bei liturgischen Feiern umsetzen. Ob die Basilika ab Montag auch wieder für Besichtigungen zugänglich ist, schien nicht ganz klar.

Das italienische Innenministerium hatte am Mittwoch für Gottesdienste in Kirchengebäuden eine Obergrenze von 200 Teilnehmern verfügt; unter freiem Himmel sollen es maximal 1.000 Gläubige sein. Der Vatikanstaat und die außerhalb gelegenen Papstbasiliken, die zum exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls gehören, unterstehen allerdings nicht der italienischen Gesetzgebung.

Quelle: Agenturen