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OÖ-Stelzer für Turnunterricht und Gastro-Lockerung

Mai 28, 2020 · Lesedauer 2 min

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) kann sich vorstellen, dass wieder Turnunterricht in den Schulen stattfindet. Zudem ist er für Lockerungen bei der Maskenpflicht in der Gastronomie. Stelzer, derzeit Vorsitzender der LH-Konferenz, erarbeitet momentan mit seinem Kärntner Amtskollegen Peter Kaiser (SPÖ) ein Konzept für regionale Erleichterungen der Corona-Regeln.

Seit einigen Wochen seien die Infektionszahlen stabil, in Oberösterreich gebe es derzeit etwa nur mehr 23 Erkrankte. "Ich denke, dass jetzt die Zeit für weitere Lockerungen ist", so Stelzer, für den "Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand im Mittelpunkt stehen sollen und nicht die Überregulierung". In den Schulen solle daher rasch wieder Turnunterricht stattfinden, "natürlich unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes", so der Landeshauptmann.

Zudem plädiert er für Lockerungen in der Gastronomie: Die Maskenpflicht für Gäste, die derzeit beim Betreten eines Restaurants einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, könne entfallen. Auch die Zahl der erlaubten Personen an einem Tisch - derzeit maximal vier Erwachsene plus Kinder - solle erhöht werden. Allgemein solle die Maskenpflicht nur mehr beim Unterschreiten des Sicherheitsabstandes gelten.

Kärntens Landeshauptmann Kaiser sprach sich im ORF-Radio unterdessen erneut dafür aus, Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaviruspandemie dort zu lockern, wo es so gut wie keine Infizierten mehr gibt. Außerdem könne er sich vorstellen, Teilbereiche der Maßnahmen an die Bundesländer auszulagern.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) äußerte sich positiv zu möglichen regional unterschiedlichen Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen. "Ich kann mir das prinzipiell gut vorstellen", sagte er. "Das entscheidende wird sein, welche Kriterien herangezogen werden, um hier eine regionale Differenzierung vorzunehmen", sagte Ludwig.

Zugleich sprach er sich jedoch gegen allzugroße Differenzen aus: "Es macht Sinn, sich damit zu beschäftigen, aber man darf nicht außer Acht lassen, dass Österreich ein zu kleines Land ist, um hier deutliche regionale Unterschiede vorzunehmen." Denn es würden etwa Pendlerströme über Bundesländergrenzen hinweggehen. Außerdem, so betonte der Stadtchef, müsse klar sein, dass die Bundesregierung, gestützt auf ihre Krisenstäbe, die Letztverantwortung trage.

Quelle: Agenturen