Offizieller Wahlkampf-Start in Ungarn
Der ungarische rechtsnationale Premier Viktor Orbán und auch sein Herausforderer Péter Magyar von der Oppositionspartei Respekt und Freiheit (TISZA) hatten kurz nach Start der Unterschriftensammlung bereits deren Erfolg verkündet, da alle Kandidaten das Minimum erfüllt hätten. Magyar erklärte auf Facebook, die Unterschriftensammlung mit dem Ziel des Erreichens von jeweils mindestens 1.000 Unterschriften fortzusetzen. Der TISZA-Chef betonte weiter, es herrsche Stimmung für einen Regierungswechsel in Ungarn, worauf Orbán kommentierte, das sei ein "großer Schwindel", wie das Onlineportal "HVG.hu" berichtete.
Doch bereits lange vor dem offiziellen Wahlkampfstart wurden die Auseinandersetzungen der Parteien zur "Schlammschlacht", geprägt von tätlichen Angriffen, Todesdrohungen, einem Erpressungsversuch mit angeblichem Sexvideo und Verleumdungen mit gefälschten KI-Videos. Dabei wird der Schlagabtausch zwischen Orbán und Magyar, der mit seiner Partei TISZA in Umfragen vor der Regierungspartei Fidesz liegt, immer härter.
Zusammenfassung
- In Ungarn hat am Samstag der offizielle Wahlkampf für die Parlamentswahlen am 12. April begonnen, wobei in allen 106 Einzelwahlkreisen Kandidaten mindestens 500 gültige Unterstützungsunterschriften bis zum 7. März sammeln müssen.
- Premier Viktor Orbán und Oppositionsführer Péter Magyar meldeten bereits das Erreichen der Mindestanzahl an Unterschriften, wobei Magyar das Ziel von mindestens 1.000 Unterschriften pro Kandidat ausgab und von einer Wechselstimmung im Land sprach.
- Der Wahlkampf ist von einer besonders harten Auseinandersetzung geprägt, darunter tätliche Angriffe, Drohungen und der Einsatz von gefälschten KI-Videos, während Magyars Partei TISZA in Umfragen vor der Regierungspartei Fidesz liegt.
