APA - Austria Presse Agentur

ÖGB-Präsident: "Alltagshelden verdienen mehr Wertschätzung"

06. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

In einer Aussendung forderte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian eine Ausweitung der finanziellen Corona-Anerkennung. Sie solle auch Beschäftigten zukommen, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt seien.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian zeigt sich in einer Aussendung besorgt, ob es zum "Corona-500ers für die Beschäftigten in der Pflege" komme. Drei Wochen nach der Ankündigung gäbe es nur einen Initiativantrag im Parlament, heißt es in der Aussendung, der mehr Fragen als Antworten auswerfe. "Es wird offenbar zwischen privaten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen unterschieden", sagt Katzian.

Viele Beschäftigte in Spitälern, Heimen, Apotheken, bei Rettungsdiensten, aus Arztpraxen und aus anderen Branchen, die sich einem Infektionsrisiko aussetzen, hätten sich bereits an den ÖGB gewendet. Ihnen stehe laut der Aussendung angeblich laut den Plänen der Regierung kein Corona-Bonus zu. "Viele Reinigungskräfte in Spitälern, die ja in der Pandemie ebenfalls an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gestoßen sind, haben beispielsweise kein Verständnis dafür, dass sie offenbar ausgenommen werden sollen – das ist auch nicht nachvollziehbar. Auch diese AlltagsheldInnen verdienen Anerkennung!", sagt der ÖGB-Präsident.

Arbeitnehmer seien maximal verunsichert

Für "maximale Verunsicherung" sorge zudem, dass manche Arbeitnehmer sich bei ihrem Dienstgeber anmelden mussten, um die 500 Euro zu bekommen.

Der ÖGB positionierte sich ganz klar in der Aussendung: Man wolle nicht nur das Gesundheitspersonal im privaten und öffentlichen Bereich unterstützen, sondern auch alle Beschäftigten, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Sie alle "verdienen ein Danke, von dem sie sich etwas kaufen können". "Wir bleiben bei der Forderung des Corona-Tausenders, gerne auch als Gutschein, einzulösen bei österreichischen Unternehmen", erklärt Katzian.

Bis jetzt gäbe es laut des ÖGB-Präsidenten "nichts als eine Ankündigung einer Prämie für eine vergleichsweise kleine Personengruppe, die noch dazu für Aufregung und Verunsicherung sorgt. Das ist unfair, diese Alltagsheldinnen und Alltagshelden verdienen mehr Wertschätzung". Er fordere demnach "mehr Tempo bei der Umsetzung und die Ausweitung der finanziellen Corona-Anerkennung".

Quelle: Agenturen / Redaktion / pea