APA - Austria Presse Agentur

Niederösterreich und Burgenland verlängern Lockdown bis 11.4.

31. März 2021 · Lesedauer 2 min

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zierte sich nach dem Ost-Gipfel und wollte wegen einer Lockdown-Verlängerung noch zuwarten. Die Entscheidung fiel am Mittwoch: Der Lockdown in Niederösterreich wird bis 11.4. verlängert. Kurz danach zogen auch Hans Peter Doskozil und Burgenland mit.

Niederösterreich und das Burgenland ziehen mit Wien mit. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verordnete am Mittwochnachmittag ihrem Bundesland eine "Osterruhe" bis zum 11. April. Kurz danach folge Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und verlängerte den Lockdown ebenfalls. Dies hätten die Landeshauptleute in einer Telefonkonferenz vereinbart. Doskozil drängt weiter auf ein Bund-Länder-Treffen für eine einheitliche Strategie in ganz Österreich.

"Fleckerlteppich vermeiden"

"Ich dränge seit den ersten gemeinsamen Vereinbarungen in der Ostregion darauf, dass wir weiter möglichst einheitlich vorgehen und einen ungerechtfertigten Fleckerlteppich vermeiden", so der Landeshauptmann. Die Bevölkerung und die Wirtschaft bräuchten Klarheit und Planbarkeit. "Die Bundesregierung und speziell der Bundeskanzler dürfen die Verantwortung nicht allein auf die Bundesländer abschieben", so der Landeshauptmann.

Mikl-Leitner: Teststrategie im Parlament gescheitert

"Während eine bundesweite Strategie weiter ausständig ist - und die Ausweitung der Teststrategie im Parlament gescheitert ist", sei die Lage in Teilen der Ostregion "kritisch", so Mikl-Leitner. Daher werde Niederösterreich "solidarisch mit Wien" die vereinbarten Maßnahmen bis 11. April verlängern.

Trotz Belastung der Gesundheitsversorgung, gelinge es dem Gesundheitsministerium nicht, eine nachvollziehbare Vorgehensweise für alle Bundesländer zu entwickeln, erklärte Mikl-Leitner. Dies sei zur Kenntnis zu nehmen.

Die niederösterreichische Landeschefin sieht als effizientestes Mittel im Kampf gegen die Pandemie "umfangreiches Testen". Das sei etwa in den niederösterreichischen Bezirken Neunkirchen, Wr. Neustadt Land und in der Stadt Wr. Neustadt "deutlich" zu beobachten. Dort sei die Sieben-Tages-Inzidenz von über 560 auf 292 gesunken. Auch rechneten die Experten damit, dass sich die Zusatzmaßnahmen, die Niederösterreich bereits vor zwei Wochen eingeleitet hat, in den nächsten Tagen positiv auf den weiteren Verlauf in Niederösterreich auswirken werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / red