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Neue Waffenruhe im Donbass hält bisher

27. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Die neue Waffenruhe in der Ostukraine hält nach Informationen aus der Region bisher. Vertreter der prorussischen Separatisten in den Regionen von Donezk und Luhansk teilten am Montag mit, dass die kurz nach Mitternacht Ortszeit (23.01 Uhr MESZ) in Kraft getretene Feuerpause von den Regierungstruppen eingehalten werde. Die Angaben vom ukrainischen Militär wurden noch am Vormittag erwartet.

Seit Beginn des Jahres wurden allein auf Regierungsseite rund 50 Soldaten getötet und mehr als 250 verletzt. Vor Inkrafttreten des neuen Anlaufs für eine umfassende Waffenruhe hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag bei einem Telefonat die Vereinbarung begrüßt. Sie appellierten gemeinsam an die Konfliktparteien, sich diesmal daran zu halten. Mehr als 20 solcher Vereinbarungen scheiterten bisher nach kurzer Zeit.

Seit dem Frühjahr 2014 kämpfen ukrainische Regierungstruppen im Bergbaurevier Donbass gegen die von Russland unterstützten Aufständischen. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem mehr als 13.000 Menschen getötet. Ein 2015 mit deutsch-französischer Vermittlung in Minsk vereinbarter Friedensplan sieht nach einem Waffenstillstand Wahlen und eine schrittweise Reintegration der Region in die Ukraine vor.

Die Waffenruhe gilt als wichtige Voraussetzung für einen neuen Ukraine-Krisengipfel, der schon im Frühjahr in Berlin geplant gewesen war. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollen dort nach dem letzten Gipfel in Paris Anfang Dezember wieder Putin und Selenskyj für eine Lösung des Ukraine-Konflikts an einen Tisch bringen.

Quelle: Agenturen