Netanyahu: Hamas-Entwaffnung wird "auf jeden Fall" passieren
Vor der Entmilitarisierung des Gazastreifens und der Zerstörung von Tunneln der Hamas dort werde es keinen Wiederaufbau des Palästinensergebiets geben, betonte Israels Ministerpräsident. Der Küstenstreifen wurde im Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas großflächig zerstört.
Der israelische Regierungschef sagte zudem erneut, Israel werde die Sicherheitskontrolle über den Gazastreifen behalten. Details dazu nannte er nicht. Im Rahmen der zweiten Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplans ist vorgesehen, dass Israels Armee sich aus dem Gazastreifen zurückzieht und bisher gehaltene Gebiete schrittweise an eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) übergibt. Die USA hatten diese zweite Phase bereits ausgerufen. Die ISF ist allerdings noch nicht gegründet worden.
Netanyahu drohte zudem erneut dem verfeindeten Iran: "Sollte der Iran den schweren Fehler begehen, Israel anzugreifen, werden wir mit einer Macht antworten, die der Iran noch nie zuvor erlebt hat."
Angesichts von Spekulationen über einen möglichen neuen US-Angriff im Iran und gegenseitigen Drohungen der Länder gibt es derzeit große Sorgen vor einer militärischen Eskalation in der Region. Im vergangenen Juni gab es einen zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran. Israel bombardierte damals zusammen mit den USA Ziele aus der Luft, Irans Streitkräfte feuerten ballistische Raketen auf Israel.
Zusammenfassung
- Israels Premier Netanyahu betont, dass die im US-Friedensplan geforderte Entwaffnung der Hamas 'auf jeden Fall' umgesetzt werde, auch wenn die Hamas dies bislang ablehnt.
- Ein Wiederaufbau des Gazastreifens werde laut Netanyahu erst nach einer vollständigen Entmilitarisierung und der Zerstörung der Hamas-Tunnel erfolgen, wobei Israel die Sicherheitskontrolle behalten will.
