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Nehammer, Orban und Vučić fordern Verlegung der "Schutzlinie"

Bundeskanzler Karl Nehammer, der serbischer Präsident Aleksandar Vučić und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban haben sich in Budapest zu einem Migrations-Gipfel getroffen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonen alle drei Politiker, wie wichtig die Zusammenarbeit bei diesem Thema sei.

"Wir alle leiden an der illegalen Migration", betont Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Karl Nehammer und dem serbischen Ministerpräsident Aleksandar Vučić. Alle drei fordern eine Verlegung der "Schutzlinie" in den Süden und betonen, wie wichtig die Zusammenarbeit sei. "Wir achten darauf, den Grenzdruck zwischen Nordmazedonien und Serbien zu reduzieren", so Nehammer.

Nehammer begrüßt Serbiens Visa-Verschärfung

Weitere Treffen geplant

Bei diesem Treffen habe man laut Orban allerdings noch nicht über konkrete Schritte gesprochen. "Nägel mit Köpfen", wie es Nehammer ausdrückt, wolle man erst beim zweiten Treffen in Serbien machen. Ein drittes Zusammenkommen soll es dann in Wien geben.

Laut Migrationsexpertin Judith Kohlenberger brauche es ein Maßnahmen-Bündel um das System nachhaltig zu ändern.

Forderungen auch an EU

Nehammer fordert bei der Pressekonferenz von der EU vor allem ein schnelleres Asylverfahren an den EU-Außengrenzen sowie beschleunigte Rückführungen. Zudem soll ein Flüchtlingszentrum außerhalb der EU errichtet werden.

Auch in Serbien beobachte man die EU-Politik – relevant werde hier laut Ministerpräsident Vučić vor allem die neue Visaregelung. Dadurch werde es "schwieriger in westliche Länder zu reisen", meint Vučić. "Leicht wird es im Herbst und Winter nicht", betont er. 

ribbon Zusammenfassung
  • Bundeskanzler Karl Nehammer, der serbischer Präsident Aleksandar Vučić und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban haben sich in Budapest zu einem Migrations-Gipfel getroffen.
  • Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz betonen alle drei Politiker, wie wichtig die Zusammenarbeit bei diesem Thema sei.