APA - Austria Presse Agentur

Nehammer kündigt 10.000 Impfdosen für Polizei an

16. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

10.000 Impfdosen sollen für die Polizei bereitgestellt werden. Das verkündete Innenminister Karl Nehammer am Freitag. Bis Ende des April sollen dann alle Polizisten durchgeimpft sein.

In der Impfpolitik habe sich eine "entscheidende Wende" vollzogen, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Freitag auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Bereits nach dem Corona-Gipfel hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigt, dass die Berufsgruppe der Polizisten bis Ende des Monats durchgeimpft werden soll. Aktuell befindet sich die Polizei in der zweiten von drei Impfphasen.

Nehammer lobte in seinem Statement das Engagement des Kanzlers und begrüßte den "Impf-Turbo". Der Polizei soll dank des "Turbos" 100.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt werden. Welche Impfstoffe verimpft werden, werde das Gesundheitsministerium zuteilen. Nehammer geht davon aus, dass zunächst AstraZeneca verimpft wird und in der zweiten Tranche das Vakzin von Moderna. Die Impfdosen seien ein wichtiger Schritt, um Polizeibediensteten zu noch mehr Eigensicherheit zu verhelfen, sagte Nehammer. "Die Infrastruktur für einen qualitätsgesicherten Impfprozess wurde hergestellt, die Impfstraßen installiert, die Ärztinnen und Ärzte sowie das Sanitätspersonal innerhalb der Polizei geimpft."

Langsamer Impfstart

"Die Ungeduld war groß", fügte Nehammer an. Zuletzt wollte man nach Ostern die Polizei großflächig durchimpfen, sagte der Innenminister. Dafür waren über 60 Impfstraßen vorbereitet. Durch die Umreihung der Prioritäten der Regierung, wurde der Impfstart allerdings verschoben. Man sei daher mit 2.500 Impfdosen gestartet. "Darüber hinaus haben viele Bundesländer bereits immer wieder Polizisten wann immer es möglich war mitgeimpft", erklärte Nehammer. Bisher soll es laut dem Innenminister 230 positive Covid-Fälle in der Polizei gegeben haben.

Bundesheer bekommt 5.000 Impfdosen

Auch das Bundesheer bekommt aus dem gleichen Pool kommende Woche Impfdosen, allerdings nur 5.000, wie das Ministerium auf Anfrage der "APA" sagte. "Wir sind sehr froh, dass wir in der kommenden Woche beginnen können, 5.000 weitere Soldatinnen und Soldaten zu impfen. Nach dem Sanitätspersonal, den Auslandskontingenten sowie den exponierten Spezialeinsatzkräften, beginnen wir nun mit der Truppe im Inland. Die Soldatinnen und Soldaten stehen Tag für Tag im Einsatz für Österreich, daher muss der Schutz dieser Einsatzkräfte ein großes Anliegen für uns alle sein", äußerte sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner dazu. 

Angela PerkonigQuelle: Agenturen / Redaktion / pea