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Moskau meldet Zerstörung von westlichen HIMARS-Raketenwerfern

01. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Die russische Armee hat eigenen Angaben zufolge neuerlich westliche Militärtechnik zerstört. Bei einem Angriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw seien auf einem Werksgelände zwei Abschussanlagen für US-amerikanische HIMARS-Raketen getroffen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Montag.

In der Nähe der Hafenstadt Odessa sollen russische Truppen zudem eine Vorrichtung für ebenfalls von den USA gelieferte Schiffsabwehrraketen des Typs Harpoon zerstört haben. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Aussagen nicht. Experten weisen drauf hin, dass die HIMARS-Raketenwerfer nur schwer zu orten und zerstören sein.

Ukraine meldete Angriffe von Krim auf Odessa

Die ukrainischen Behörden hatten am Sonntag zwar berichtet, zwei russische Raketen seien von der annektierten Halbinsel Krim aus auf die Region Odessa abgefeuert worden. Ihrer Darstellung zufolge schlugen die Geschosse allerdings in einem Steinbruch ein.

PULS 24-Militärxeperte Gerald Karner ordnet die aktuelle Lage in der Ukraine ein.

Dutzende westliche Staaten haben bisher HIMARS-Raketenwerfer an die Ukraine geliefert. Sie hätten "auf dem Schlachtfeld so viel bewirkt", meinte erst unlängst der US-amerikanische Verteidigungsminister Lloyd Austin. Die USA sind der wichtigste Waffenlieferant für die Ukraine.

Ukraine spricht von erfolgreicher Gegenoffensive

Die westliche Militärhilfe, mit der die Ukraine eigenen Angaben zufolge teils erfolgreiche Gegenoffensiven startet, ist Russland ein Dorn im Auge. Auch mit der angeblichen Zerstörung dieser Waffen rechtfertigt Moskau immer wieder Angriffe auf das Nachbarland.

Kiew berichtete vor einigen Tagen, dass bereits 50 russische Munitionsdepots mit HIMARS-Raketen zerstört worden seien. Kürzlich hatten die USA die Lieferung vier weiterer Raketenwerfer dieses Typs an die Ukraine bewilligt - insgesamt sind es damit 20. Die Systeme können mit den gelieferten Raketen Ziele in bis zu 80 Kilometern Entfernung treffen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp