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Mindestens acht Tote bei Anschlag in Mogadischu

25. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

In Somalia sind bei einem Bombenanschlag auf einen UN-Sicherheitskonvoi mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die radikal-islamische Miliz Al-Shabaab reklamierte das Attentat am Donnerstag für sich. Nach Angaben von Behörden und Augenzeugen detonierte in der Hauptstadt Mogadischu ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in der Nähe des Konvois, als dieser eine Schule passierte. Mindestens 23 Menschen wurden demnach verletzt, darunter Kinder und Jugendliche.

Eine Rauchwolke war über der Stadt zu sehen. Gewehrschüsse waren am Ort des Geschehens zu hören. Es war nicht klar, ob unter den Opfern auch Beschäftigte der Vereinten Nationen (UN) waren. Von den UN war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Detonation war so gewaltig, dass Mauern der nahe gelegenen Mucassar-Schule einstürzten. Autos in der Nähe wurden demoliert. Auch im benachbarten Osman-Krankenhaus gab es beträchtliche Schäden. Eine Decke sei eingestürzt, berichtete ein Pfleger. Er sei unter den Trümmern begraben gewesen, Helfer hätten ihn herausgezogen. "Die Mauern unseres Krankenhauses sind eingestürzt. Uns gegenüber steht eine Schule, auch dort sind Mauern eingestürzt. Ich weiß nicht, wie viele Menschen gestorben sind."

Somalia leidet seit Jahren unter Unruhen und Unsicherheit. 1991 stürzten mehrere Milizen gemeinsam Diktator Siad Barre, kämpften dann aber gegeneinander. Die Al-Shabaab bekämpft die von den UN und Soldaten der Afrikanischen Union (AU) unterstützte Regierung und will ein islamistisches Regime errichten. Die mit der Extremistenorganisation Al-Kaida verbündete Miliz hat nicht nur in Somalia, sondern auch in Kenia und Uganda mehrfach Attentate verübt. Bei ihrem bisher schwersten Anschlag wurden im Oktober 2017 in Mogadischu fast 600 Menschen getötet. Damals war ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in der Nähe eines Tanklastwagens explodiert.

Quelle: Agenturen