APA - Austria Presse Agentur

Meinungsforschungsverband wirft OGM-Institut raus

21. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Weil das Institut bei der für den "Kurier" erarbeiteten Sonntagsfrage nur online befragte und die Methode nicht öffentlich machte.

Wie "Heute" und das "Ö1-Morgenjournal" berichten, trennte sich der Meinungsforschungsverband (VdMI) vom OGM-Institut. Bei einer für den "Kurier" erstellten Sonntagsfrage seien die Qualitätskriterien nicht eingehalten worden. Diese sehen unter anderem vor, dass Befragungen nicht ausschließlich online stattfinden dürfen, was in diesem Fall aber geschehen sei. Man habe OGM-Chef Wolfgang Bachmayer zur Rede gestellt, dieser habe sich aber nicht einsichtig gezeigt, so die VdMI-Vorsitzende Edith Jaksch. Deswegen erfolgte der Rauswurf.

"Nicht mehr zeitgemäß"

Bachmayer, der einst selbst an der Erstellung der Qualitätskriterien mitgearbeitet hatte, hält diese nicht mehr für zeitgemäß. Kaum jemand sei noch am Festnetz zu erreichen. Der VdMI sei erstens eine unverbindliche Vereinigung und zweitens habe er den Hinweis "Online ist besser als Mix-Mode" nicht eingebracht, weil er wisse, dass Vertreter von Telefondienstleistungsanbietern im VdMI sitzen würden.

Das sei etwa bei Vorständin Jaksch der Fall. "Offensichtlich ist da der Blick auf das eigene Geschäft nicht unwichtig", sagt Bachmayer im "Morgenjournal". Der Rauswurf erfolgte allerdings im sechsköpfigen Vorstand einstimmig. "Das ist richtig, aber die Initiative ging von der Frau Jaksch aus", ist Bachmayer dennoch überzeugt.

Hinweis: Auch PULS 24 berichtete mehrmals über OGM-Umfragen und bezog sich auf deren Daten.

Quelle: Redaktion / koa