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Mehrere Tote bei Luftangriff der Armee auf Markt in Myanmar

Heute, 16:23 · Lesedauer 1 min

In Myanmar sind bei einem Luftangriff der Armee nach Angaben örtlicher Organisationen mindestens 17 Menschen getötet worden. Bei dem Angriff auf das Dorf Yoe Ngu im westlichen Teilstaat Rakhine seien am Dienstag 17 "unschuldige Zivilisten" auf einem Markt getötet worden, erklärte die Rebellenorganisation Arakan-Armee, die in Rakhine gegen die Armee kämpft. Die zivile Jugendorganisation Ponnagyun Youths Association (PYA) meldete am Mittwoch 18 Tote.

Mindestens vier Häuser des Dorfes seien infolge des Angriffs niedergebrannt und zahlreiche weitere Gebäude beschädigt worden, erklärte die PYA. Die Streitkräfte von Myanmar reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Militär in Myanmar hatte 2021 die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Seither liefert sich die Armee Kämpfe mit Oppositionellen und bewaffneten Gruppen ethnischer Minderheiten.

In Rakhine herrscht ein Konflikt mit der Arakan-Armee, die für mehr Autonomie in dem Teilstaat kämpft. Die Rebellen haben Rakhine inzwischen fast vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

Zusammenfassung
  • Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Dorf Yoe Ngu im Bundesstaat Rakhine wurden am Dienstag mindestens 17 Menschen getötet, laut Arakan-Armee handelt es sich um "unschuldige Zivilisten".
  • Die Ponnagyun Youths Association berichtet sogar von 18 Todesopfern, zudem wurden mindestens vier Häuser niedergebrannt und zahlreiche weitere Gebäude beschädigt.
  • Seit dem Militärputsch 2021 kommt es in Myanmar immer wieder zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und bewaffneten Gruppen ethnischer Minderheiten wie der Arakan-Armee, die inzwischen fast ganz Rakhine kontrolliert.