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Mehr als 3,5 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen

22. März 2022 · Lesedauer 2 min

Die Zahl der Ukraine-Flüchtlinge ist nach Angaben der Vereinten Nationen auf mehr als 3,5 Millionen gestiegen. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR nannte am Dienstag die Zahl von fast 3,53 Millionen Menschen. Mehr als zwei Millionen von ihnen seien ins benachbarte Polen geflohen, hieß es weiter. Nach Angaben der UNO-Organisation für Migration gibt es zudem mehr als 6,5 Millionen Binnenvertriebene in der Ukraine.

Deutschland gab am Dienstag ebenfalls neue Flüchtlingszahlen bekannt. Laut der Bundespolizei sind bisher 232.462 Kriegsflüchtlinge in Deutschland erfasst worden. Das komplette Fluchtgeschehen bildet diese Zahl allerdings nicht ab. Denn sie beschränkt sich auf Geflüchtete, die von der Bundespolizei angetroffen wurden, etwa an der österreichisch-bayerischen Grenze, an Bahnhöfen oder in Zügen. Im Regelfall gibt es keine festen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen, Ukrainer dürfen zudem ohne Visum einreisen - die Zahl der tatsächlich Angekommenen ist daher wahrscheinlich deutlich höher.

Das Gesundheitssystem in Moldau kommt der zuständigen Ministerin Ala Nemerenco zufolge unterdessen durch die Flüchtlinge aus der Ukraine an seine Grenzen. Sie bitte die EU und die UNO daher um Hilfe. Mehr als 331.000 Menschen seien seit Beginn des Krieges aus der Ukraine nach Moldau geflüchtet. Davon seien 100.000 noch im Land. "Die Möglichkeiten des Landes sind begrenzt", sagt Nemerenco bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Wir wollen nicht, dass das zu einer Belastung für die Bevölkerung wird."

Quelle: Agenturen