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Medienbericht: Bisher keine Beweise für russischen Angriff auf Nordstream

21. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach den Pipeline-Explosionen in der Ostsee gibt es bisher laut eines Medienberichts keine Beweise für eine Involvierung des Kremls. "Zahlreiche Offizielle" würden sogar daran zweifeln.

Rund um die Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines 1 und 2 kursieren zahlreiche Verschwörungen. Der Verdacht auf schwere Sabotage erhärtete sich auch. Nur, wer dahinter steckt, ist noch nicht bekannt. Ein Bericht der "Washington Post" lässt nun aber aufhören. 

Es gebe noch keine Beweise, dass Russland dahinter stecke, heißt es dort. Das US-Medium verweist dabei auf Gespräche mit "zahlreichen Offiziellen". "Derzeit gibt es keine Beweise, dass Russland hinter den Sabotageakten steckt", sagt etwa ein europäischer Offizieller, der damit die Einschätzung von 23 Diplomaten und Geheimdienstmitarbeitern aus neun Ländern teilen soll. 

Keine Hinweise in russischer Kommunikation

Laut "Washington Post" hätten sich einige Offizielle schon darauf festgelegt, dass Russland sicher nichts für die Sabotage könne. Andere seien da noch vorsichtiger: Sie sehen in Russland immer noch den Hauptverdächtigen, es sei nur nicht möglich, das zu beweisen. 

Aus dem US-Außenministerium will die "Washington Post" erfahren haben, dass es in der russischen Kommunikation keine Hinweise auf einen Vertuschungsversuch einer mögliche Sabotage durch Russland gegeben habe.

Am 26. September waren nach Explosionen in internationalen Gewässern in den Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens insgesamt vier Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 entdeckt worden. Mitte November kam die schwedische Staatsanwaltschaft zu dem Schluss, dass sich die Lecks an den Gaspipelines auf schwere Sabotage zurückführen lassen. Bei Ermittlungen an den Explosionsorten in der Ostsee wurden Sprengstoffspuren entdeckt. 

Quelle: Redaktion / koa