Marlene Svazek klar als Salzburger FPÖ-Chefin bestätigt
Die Salzburger Landeshauptfraustellvertreterin ist seit mittlerweile zehn Jahren Landesparteiobfrau. "Ich werde 2028 zum dritten Mal die jüngste Spitzenkandidatin sein, dann aber von allen Parteien die längstdienende Parteichefin in Salzburg - und die mit der meisten Erfahrung." Die FPÖ stehe nicht für einen Zickzackkurs, sondern für Kontinuität. Darauf baut auch der neue Werbeslogan für die Landesparteichefin auf: "Wie früher, nur besser".
Abgesehen von wenigen subtilen Sticheleien verzichtete Svazek am Samstag auf Kritik an der politischen Konkurrenz. "Wir sind heute ausdrücklich nicht im Wahlkampf", betonte sie. Man wolle weder Bilanz ziehen noch ein Regierungs- und Wahlprogramm präsentieren, dafür sei es zu früh. Vielmehr gehe es um eine Standortbestimmung. "Wir wollen zeigen, wer wir sind, wie wir uns definieren, wo wir hinwollen."
Die FPÖ bekenne sich zu ihrem Profil als rechte Partei mit Fokus auf Freiheit, Leistung und Verantwortung. Sie stehe für Planbarkeit und Partnerschaft für die Wirtschaft und eine stärkere Wertschätzung für Unternehmertum, betonte Svazek. Im Natur- und Umweltschutz brauche es mehr Hausverstand, angesichts sinkender Geburtenzahlen müsse die Politik echte Wahlfreiheit für Eltern schaffen und Familien stärken: "Eine Gesellschaft kann vieles kompensieren, aber nicht dauerhaft das Fehlen der nächsten Generation." Wer Kinder unter drei Jahre selbst zuhause betreuen wolle, gehöre nicht kritisiert, sondern unterstützt.
"Will nicht in einem überwiegend muslimisch geprägtem Land leben"
Sie wolle nicht in einem überwiegend muslimisch geprägten Land leben, sagte Svazek. In Kindergärten und Schulen funktioniere Integration längst nicht mehr. "Wir müssen unterscheiden zwischen qualifizierter Zuwanderung und ungesteuerter Migration." Mittlerweile gebe es zahlreiche Migranten der zweiten Generation, die aus Überzeugung FPÖ wählen. "Weil sie hier Leistung bringen, hier Steuern zahlen, hier leben - und die Menschen nicht im Land haben wollen, die wir auch nicht haben wollen."
Gemeinnütziger Wohnraum solle stärker der arbeitenden Bevölkerung zugutekommen, begleitet von mehr Bautätigkeit und effizienterer Vergabe. "Wohnraum ist knapp, weil er an Menschen geht, die ihn nicht verdient haben." Und: Sie stehe hinter dem Gesundheits- und Pflegepersonal. "Ich will aber nicht, dass Geld in Strukturen versickert statt bei den Menschen anzukommen."
Lob von Herbert Kickl: "Klare freiheitliche Handschrift" in Salzburg
Drei Tage nach seinem Rundumschlag am politischen Aschermittwoch war auch FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl nach Salzburg gereist. Er griff in großen Teilen auf Elemente seiner Rede aus Ried im Innkreis zurück und spitzte angesichts guter Umfragewerte zudem mit der "Absoluten" bei der nächsten Nationalratswahl. "Wir machen es so klar, dass die anderen Parteien auf keinen Blödsinn mehr kommen können." Seit Svazek - die "zukünftige Landeshauptfrau von Salzburg" - an der Spitze der Salzburger FPÖ stehe, gehe es steil bergauf. Zudem lobte Kickl die "klare freiheitliche Handschrift" in der Salzburger Landesregierung.
Beim Landesparteitag 2022 hatte Svazek 97,8 Prozent Zustimmung erhalten. Als ihre Stellvertreter wurden am Samstag der zweite Landtagspräsident Andreas Teufl und die beiden Landtagsabgeordneten Eduard Egger und Andreas Hochwimmer gewählt.
Bei der Landtagswahl 2023 erreichte die FPÖ 25,7 Prozent der Stimmen (plus 6,9 Prozentpunkte) und wurde hinter der ÖVP (30,4 Prozent) zweitstärkste Partei. Nach der Wahl bildeten ÖVP und FPÖ die erste schwarz-blaue Koalition im Bundesland. Svazek wurde Landeshauptmann- (und nach der Übergabe von Wilfried Haslauer an Karoline Edtstadler) Landeshauptfraustellvertreterin. Der Landesparteitag hätte eigentlich bereits im November 2025 stattfinden sollen - er wurde aber nach dem plötzlichen Tod von ÖVP-Landesrat Josef Schwaiger verschoben.
Zusammenfassung
- Marlene Svazek wurde beim Landesparteitag der Salzburger FPÖ in Zell am See mit 95,86 Prozent der Delegiertenstimmen klar als Landesparteiobfrau bestätigt.
- Die 33-Jährige kündigte an, die FPÖ bei der Landtagswahl 2028 zur stärksten Kraft machen zu wollen und betonte, sie wolle verhindern, dass Linke in der Landesregierung sitzen.
- Bei der Landtagswahl 2023 erzielte die FPÖ 25,7 Prozent der Stimmen (plus 6,9 Prozentpunkte) und bildete mit der ÖVP (30,4 Prozent) die erste schwarz-blaue Koalition im Bundesland.
