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Lukoil-Topmanager nach Fenstersturz in Moskau gestorben

01. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Vorstandschef des russischen Ölkonzerns Lukoil, Rawil Maganow, ist beim Sturz aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses ums Leben gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag.

Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, als wahrscheinlichste Ursache gilt laut Medienberichten ein Suizid. Bei Maganow sei im Krankenhaus neben Herzproblemen eine Depression diagnostiziert worden, heißt es.

Managersterben in Russland 

Es ist allerdings nicht der erste Todesfall unter Russlands Top-Managern seit Ausbruch des Kriegs: Vor ihm kam Medienberichten zufolge beispielsweise im Mai der Lukoil-Manager Alexander Subbotin angeblich bei einer okkulten Behandlung gegen Alkoholsucht ums Leben.

Auch russische Medien berichteten vom Tod des 67-Jährigen unter Berufung auf ungenannte Quellen. Von Lukoil war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Daneben sind seit Jahresbeginn auch mehrere Manager russischer Energiekonzerne tot aufgefunden worden. Auch sie sollen sich das Leben genommen haben.

Ex-Vize der Gazprombank kämpft für die Ukraine

In einem Video-Interview, das Ende April auf Youtube veröffentlicht wurde, bezweifelte der langjährige Vizechef der Gazprombank, Igor Wolobujew, dass es sich um Suizid handelte. Kurz zuvor war Wolobujew in die Ukraine geflohen und gab an, dort gegen die russischen Truppen kämpfen zu wollen.

Ex-Kanzler Schüssel war an Ölkonzern beteiligt

Maganow arbeitete seit 1993 bei dem zweitgrößten russischen Öl-Konzern und wurde 2020 Chairman. Er war ein enger Mitarbeiter von Wagit Alekperow, einem der Gründer von Lukoil. Alekperow trat im April als Präsident von Lukoil zurück, nachdem Großbritannien im Rahmen der Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs sein Vermögen eingefroren und ihm ein Reiseverbot auferlegt hatte.

Bei dem Ölkonzern war auch Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), er hat im März seine Tätigkeit im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Lukoil beendet.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz