APA/GEORGES SCHNEIDER

Luftröhrenschnitt: Doskozil muss erneut operiert werden

12. Okt. 2022 · Lesedauer 3 min

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) muss erneut operiert werden. Bei ihm muss wegen erneuter Probleme mit dem Kehlkopf ein Luftröhrenschnitt gemacht werden.

Wegen einer Versteinerung am Kehlkopf muss der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) erneut in einer Spezialklinik operiert werden, berichtet "heute.at". Dabei muss unter anderem auch ein Luftröhrenschnitt gemacht werden. Es wird die fünfte Kehlkopfoperation des Landeshauptmanns, der Eingriff sei "nicht dramatisch", aber "unangenehm".

Doskozil leidet an einer seltenen Erkrankung der Knorpelstruktur des Kehlkopfgerüsts und hat bereits vier Operationen hinter sich. Nun handle es sich um eine Versteinerung im hinteren Kehlkopfbereich, die für Probleme beim Atmen sorgt. Der 52-Jährige wird sich dafür in Begleitung seiner Frau in eine Spezialklinik nach Leipzig begeben, wo er eine Woche lang stationär aufgenommen werden muss. Einen Monat lang wird er deshalb außer Gefecht sein.

"Probleme mit der Luft"

Mit der Stimme habe dies nichts zu tun: "Aber man hört es beim Reden, dass ich Probleme mit der Luft habe." Es handle sich um "keinen spektakulären Eingriff", dieser soll in eineinhalb bis zwei Stunden erledigt sein. Der Landeshauptmann war Anfang September bei einer der halbjährlichen Routineuntersuchungen im Krankenhaus in Leipzig, wo auch dieser Eingriff wieder erfolgt.

Hans Peter Doskozil beim "Heute"-Interviewheute.at

Hans Peter Doskozil beim "Heute"-Interview

Zwei Operationen, die in der Vergangenheit am Allgemeinen Krankenhaus durchgeführt wurden, seien im Rückblick sinnlos gewesen: "Sie haben überhaupt nicht zum Ziel geführt." Seine letzte Operation, die ebenfalls in Leipzig stattfand, wurde Anfang 2021 durchgeführt. Die Stimme sollte durch den nun geplanten Eingriff nicht beeinträchtigt werden. "Ich habe keine Schmerzen. Wenn die Stimme so bleibt, wie sie ist, ist es ok. Aber das mit der Luft muss ich korrigieren."

Kein Rücktritt

Einen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen schließt der burgenländische Landeschef im Gespräch mit "heute.at"-Chefredakteur Clemens Oistric kategorisch aus. Bis zur burgenlänischen Budgetrede am 17. November wolle er wieder fit sein. Davor werde er auch schon aus dem Home Office arbeiten, betonte er demnach. Als Novum habe er sich dafür sogar einen Laptop zugelegt.

Es gebe viele Menschen mit Beeinträchtigungen oder Erkrankungen: "Jeder muss das Leben meistern, das versuche ich auch." Vom politischen Gegner habe er bereits oft gehört, dass er zurücktreten werde: "Das kann ich dezidiert ausschließen. Mein politisches Korrektiv ist die Bevölkerung."

Vertreten wird Doskozil während seiner Abwesenheit von Landesrat Schneemann, da dieser in den aktuell anstehenden Themen Spitäler, Pflege und Landesholding gut eingearbeitet sei. Die Landesregierung ist bereits darüber informiert. Dass er nun bei den am 23. Oktober stattfindenden Bürgermeister-Stichwahlen nicht dabei ist, tue ihm leid: "Aber ich will das erledigt haben."

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos