Lockdown-Ende: Was öffnen wird und was nicht

02. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Bis inklusive 6. Dezember ist Österreich noch im zweiten Lockdown. Die Bundesregierung verkündet am morgigen Mittwoch ihren Öffnungsplan. Welche Branchen öffnen dürften und welche zugesperrt bleiben.

Während die Regierung noch über die Öffnungsschritte nach dem 6. Dezember verhandelt, ist bereits klar, dass viele Corona-Beschränkungen auch in der Adventszeit gelten werden. Zwar sind die Corona-Zahlen in den letzten Wochen deutlich gesunken, aber sie sind immer noch zu hoch, um weitreichende Lockerungen rechtfertigen zu können.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einem Interview am Wochenende bereits angedeutet, dass ab dem 7. Dezember nur "vorsichtige Öffnungsschritte" gesetzt werden. Kurz bestätigte dies am Dienstag gegenüber Journalisten. Man werde Öffnungsschritte "behutsam" vornehmen müssen, sagte der Kanzler. Sogar eine Verschiebung der ersten Lockerungsschritte um einige Tage soll nicht ganz ausgeschlossen sein. 

Eine definitive Entscheidung soll am Mittwoch im Ministerrat fallen, einiges zeichnet sich jedoch schon ab:

Handel: Der Handel soll kommende Woche wieder aufsperren dürfen. Allerdings ist mit Sicherheitsbestimmungen zu rechnen. So wird vermutet, dass wie schon im Frühjahr, Geschäfte je nach Größe nur eine bestimmte Anzahl an Kunden einlassen dürfen - möglicherweise kommt eine Verschärfung von einem Kunden auf 20 Quadratmeter in bestimmten Bereichen.

Schulen: Ebenfalls wieder öffnen werden die Volksschulen. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat für die Öffnung aller Schulen ab dem 7. Dezember plädiert. Es wird noch darüber diskutiert, ob Mittelschulen und AHS-Unterstufen ebenfalls öffnen dürfen. Die AHS-Oberstufen und die Berufsbildenden höheren Schulen bleiben wahrscheinlich geschlossen. Faßmann hat bereits angekündigt, dass die Schulöffnungen mit strengen Hygienevorschriften einhergehen werden, etwa mit Maskenpflicht auch im Unterricht, Schichtbetrieb und gestaffeltem Schulbeginn und -ende.

Gastro und Hotels: Gastronomie und Hotels bleiben vorerst geschlossen. In beiden Branchen gibt es Stimmen, die in diesem Jahr gar nicht mehr aufsperren wollen. Gastronomiesprecher Mario Pulker deutete an, dass ein Verharren im Lockdown bei gleichzeitiger Verlängerung der Entschädigungen sinnvoller sein könnte. Bei einer Öffnung ist mit Beschränkungen wie einer Sperrstundenregelung oder Abstandsregeln zu rechnen. Die Diskussionen in der Hotellerie verlaufen ähnlich. Viele Hoteliers wollen die Entscheidung der Regierung zum Skiverbot abwarten bevor sie sich positionieren. 

Sport und Freizeit: Fitnessstudios, Bäder und andere Sporteinrichtungen werden vorerst geschlossen bleiben. Veranstaltungen und andere Freizeitaktivitäten bleiben ebenfalls verboten. Mögliche Lockerungen werden von der heimischen Infektionslage abhängen.

Friseure: "Körpernahe Dienstleistungen", wie Friseure, Kosmetik-Studios, Masseure und Tattoo-Studios, bleiben auch nach dem Lockdown geschlossen. 

Was wir über die geplanten Lockerungen bisher wissen

Quelle: Redaktion / apb