Hände auf Gitterstäbendpa/Patrick Seeger

Liebe zwischen Häftling und Beamtin flog bei Discobesuch auf

14. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Eine Grazer Justizwachebeamtin soll sich in einen Häftling verliebt haben, der als Sympathisant der Terrororganisation IS bekannt ist.

Die Frau ist deswegen seit September vom Dienst suspendiert, derzeit laufen auch Erhebungen wegen Amtsmissbrauchs, bestätigte die Staatsanwaltschaft einen Bericht der "Kronen Zeitung" von Montag. Die Sache flog auf, als der Häftling auf freiem Fuß war und bei einem Streit mit einem Türsteher mit seiner "Polizisten-Freundin" geprahlt hatte.

Zusammen in der Disco

Die Justizwachebeamtin soll sogar im Einsatz gewesen sein, als der serbische Häftling (26) in seiner Zelle randaliert hatte. Der Mann befand sich zwischendurch auf freiem Fuß und ging mit der Beamtin in eine Disco in der Südsteiermark, wo es zum Streit mit einem Türsteher kam, bei dem er die "Polizistin" ins Spiel brachte.

Es kam zu Erhebungen, die die Bekanntschaft bestätigten. Mittlerweile wird auch wegen Amtsmissbrauchs seitens der Staatsanwaltschaft gegen die Frau ermittelt. "Es geht um Datenschutzverletzungen", bestätigte der Sprecher der Anklagebehörde, Hansjörg Bacher, auf APA-Anfrage. Ins Detail wollte er nicht gehen, denn "wir sind ganz am Anfang der Ermittlungen".

Anwalt der Beamtin gibt Häftling die Schuld

Der Anwalt der suspendierten Beamtin sieht laut "Kronen Zeitung" die Schuld hauptsächlich bei dem Serben: "Der Täter hat die soziale Ader einer unbescholtenen und vorbildlichen Beamtin zu seinem eigenen Vorteil auszunutzen versucht."

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz