Gewessler: "Zeit des vermeintlich billigen russischen Gases ist vorbei"

27. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Energieministerin Leonore Gewessler spricht im Newsroom LIVE über die Gasmission Österreichs in Abu Dhabi und die Sicherstellung der Gasversorgung.

Österreich wird für die Heizsaison im Jahr 2023/24 eine Schiffsladung Flüssigerdgas (LNG) aus Abu Dhabi bekommen - das wurde von der OMV mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) vereinbart.

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Es seien "gute Nachrichten", mit denen sie aus Abu Dhabi zurückkehren würde, erklärt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) im Newsroom LIVE bei Thomas Mohr. Mit der vereinbarten Menge können 65.000 österreichische Haushalte für ein Jahr versorgt werden.

Sicherheitspuffer

"Wir haben für diesen Winter einen guten Sicherheitspuffer", erklärt Gewessler. Die Speicher seien zu 90 Prozent gefüllt, mit dieser "strategischen Reserve" käme man auch in einem Extremszenario gut durch den Winter. Trotzdem müsse man vorausschauend arbeiten, betont die Klimaschutzministerin: "Es kommt eine nächste Heizsaison, wir müssen auch nächstes Jahr unsere Speicher wieder füllen." Darum gelte es "sorgsam mit Energie" und "sorgsam mit Gas" umzugehen. "Je besser wir aus dieser Saison kommen, desto besser gehen wir ins nächste Jahr hinein."

Preissteigerung

Die Gaspreise haben in den letzten Wochen nachgelassen. Derzeit werde wieder mehr geliefert, so Gewessler, was sich in den Preisen widerspiegeln würde. Trotzdem werde die angespannte Preissituation das Land "länger begleiten". "Die Zeit des vermeintlich billigen russischen Gases ist vorbei", betont sie. Es sei notwendig, die Energieversorgung zu diversifizieren und dabei insbesondere in erneuerbare Energien zu investieren

Das gelte auch für die privaten Haushalte, wo es bereits "bessere, billigere, g'scheitere klimaschonendere Alternativen" gäbe, die einen nicht von "russischem Gas" oder "Erdöl aus unsicheren Gegenden" abhängig machen würden. Dazu zähle beispielsweise die Wärmepumpe oder Biomasse. Langfristig sei das "die bessere Wahl fürs Geldbörsel, fürs Klima und für unsere Versorgungssicherheit".

Quelle: Redaktion / mbe