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Landtagswahl in Salzburg: Spitzenkandidaten positiv gestimmt

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Im Lauf des Sonntagvormittags haben die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Salzburger Landtagswahl in ihren Wohnsitzgemeinden ihre Stimmen abgegeben. Dabei zeigten sie sich durchgehend zuversichtlich. Landeshauptmann Wilfried Haslauer von der ÖVP meinte etwa scherzhaft: "Ich schätze, dass wir unter 100 Prozent kommen werden."

Haslauer spazierte mit seiner Frau zu Fuß zu seinem Wahllokal. Er sei gar nicht nervös, "wie's kommt, so kommt's. Wir haben alles getan, haben uns wirklich bemüht, auch in den vergangenen Jahren, und jetzt entscheiden die Salzburgerinnen und Salzburger. Und was kommt, das nehm' ich", meinte er. Dass das Wahlergebnis von 2018 für die ÖVP nicht mehr erreicht wird, sei wahrscheinlich, weil es immer auch große Stimmungslagen gebe, gegen die man schwer ankämpfen könne. Nach der Stimmabgabe wollte Haslauer noch in die Sonntagsmesse gehen und danach mit der Familie gemeinsam mittagessen. Danach werde er in den Chiemseehof fahren "und den weiteren Verlauf des Tages genießen".

Als erster gab heute der Spitzenkandidat der KPÖ Plus, Kay-Michael Dankl, seine Stimme ab, nämlich schon um 7.45 Uhr im Salzburger Stadtteil Lehen. Die Umfragen halten es für realistisch, dass er und seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde überspringen werden. "Ich bin hoffnungsfroh, dass der Einzug gelingt. Aber es wird auf jeden Fall knapp", sagte Dankl vor der Stimmabgabe. Man habe nicht die Mittel und Steuermillionen der großen Parteien, "insofern wäre es eine kleine Sensation, wenn die KPÖ Plus heute tatsächlich den Sprung in den Landtag schafft."

SPÖ-Spitzenkandidat David Egger, der mit seiner Frau in seiner Heimatgemeinde Neumarkt am Wallersee (Flachgau) wählen ging, sagte in einem Statement: "Heute ist ein Fest der Demokratie. Heute ist der Tag, an dem die Salzburgerinnen und Salzburger entscheiden. Ich ersuche um die Stimme für ein modernes und leistbares Salzburg. Morgen ist es zu spät. Wer heute nicht zur Wahl geht, lässt andere über sein eigenes Leben bestimmen." Vor seiner Stimmabgabe hat er noch eine Joggingrunde gedreht. Zu Mittag gibt es Schnitzel bei seinen Schwiegereltern, dann wird er "ohne Stress" in die Stadt Salzburg aufbrechen.

NEOS-Spitzenkandidatin Andrea Klambauer zeigte sich vor ihrer Stimmabgabe in ihrer Heimatgemeinde Bad Hofgastein (Pongau) zuversichtlich, dass NEOS mehr Stimmen erhalten werden als bei der Landtagswahl 2018 (7,3 Prozent). Die Landesrätin äußerte die Hoffnung, dass die derzeitige "Dirndl"-Koalition bestehend aus ÖVP, Grüne und NEOS auch nach der heutigen Wahl bestehen bleibt. "Wir brauchen keinen Rechtsruck", erklärte Klambauer vor Medienvertretern. Sie war um 10.30 Uhr in Begleitung ihres Mannes und einer Tochter zum Wahllokal BORG Gastein gekommen. Nach einem Spaziergang mit ihrer Familie und einem gemeinsamen Mittagessen werde sie am frühen Nachmittag in die Stadt Salzburg fahren, schilderte sie.

Die Grüne Spitzenkandidatin Martina Berthold kam mit ihrem Mann zum Wahllokal in der Stadt Salzburg. Die Stimmung bei den Grünen sei gut, Berthold zeigte sich "sehr zuversichtlich, dass wir weiterhin eine starke, kräftige Stimme für den Klimaschutz sind". Diese werde in der Salzburger Landesregierung gebraucht - "das ist das Ziel", so die Spitzenkandidatin. Ein Prozent-Ziel für die Grünen wollte sie indes nicht nennen. Nach dem Wählen will sie noch eine Runde Laufen gehen.

FPÖ-Landeschefin und Spitzenkandidatin Marlene Svazek wählte am späten Sonntagvormittag in ihrer Heimatgemeinde Großgmain (Flachgau), wo sie seit dem Jahr 2019 auch Vizebürgermeisterin ist. Sie habe ein gutes Gefühl, sagte sie nach der Stimmabgabe, die Zeit bis zur ersten Hochrechnung sei allerdings immer etwas nervenanspannend. "Wir haben immer gesagt, wir wollen Verantwortung übernehmen. Am Ende wird das Wahlergebnis zeigen, wie die Mehrheiten aussehen." Nachsatz: "Wir können, wir müssen aber nicht regieren."

ribbon Zusammenfassung
  • Im Lauf des Sonntagvormittags haben die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Salzburger Landtagswahl in ihren Wohnsitzgemeinden ihre Stimmen abgegeben.
  • Dabei zeigten sie sich durchgehend zuversichtlich.
  • Ich ersuche um die Stimme für ein modernes und leistbares Salzburg.
  • Die Grüne Spitzenkandidatin Martina Berthold kam mit ihrem Mann zum Wahllokal in der Stadt Salzburg.
  • Ein Prozent-Ziel für die Grünen wollte sie indes nicht nennen.

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