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Kurz vor Schulbeginn sind noch 265 Lehrerstellen offen

Heute, 11:56 · Lesedauer 1 min

Am Montag beginnt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland das neue Schuljahr, eine Woche danach geht es auch in den übrigen Bundesländern wieder los. Auch kurz bevor der Unterricht beginnt, werden noch zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer gesucht. Mit Stand Freitagmittag waren laut Bildungsministerium noch 265 der insgesamt rund 120.000 Lehrerposten unbesetzt, das sind 0,22 Prozent aller Stellen. Der Schulstart sei damit gesichert, wurde in einer Aussendung betont.

Im Vergleich zu Ende August 2024 hat sich die Situation gebessert, damals waren zu diesem Zeitpunkt noch 403 Stellen ausgeschrieben. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) sieht die Zahlen als Beleg, dass mehr geeignete Menschen für den Lehrberuf gewonnen werden konnten. Noch finden österreichweit Anstellungen statt, er schaue deshalb "zuversichtlich" auf den kommenden Schulstart, wurde er zitiert.

Für die 6.100 Posten bei der Hauptausschreibung im April gab es diesmal 16.000 Bewerbungen, bei den Quereinsteigern gab es ein Plus von einem Drittel auf 2.000 Interessenten. Mit den bereits rekrutierten Lehrkräften könne man alle offenen Stunden abdecken, wurde vom Bildungsressort betont. Derzeit laufe die weitere Zuweisung durch die Bildungsdirektionen, darüber hinaus sind Mehrdienstleistungen von bestehenden Lehrerinnen und Lehrern eingeplant. Das ist durchaus üblich, 2023/24 gab es etwa Mehrdienstleistungen im Ausmaß von 7.000 Vollzeitstellen.

Zusammenfassung
  • Kurz vor Schulbeginn in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sind noch 265 von rund 120.000 Lehrerstellen unbesetzt, das entspricht 0,22 Prozent aller Posten.
  • Im Vergleich zu Ende August 2024 hat sich die Lage verbessert, damals waren noch 403 Stellen offen, und Bildungsminister Wiederkehr sieht den Schulstart als gesichert.
  • Für die 6.100 ausgeschriebenen Posten im April gab es 16.000 Bewerbungen, bei den Quereinsteigern stieg die Zahl um ein Drittel auf 2.000, und offene Stunden werden durch Mehrdienstleistungen und laufende Zuweisungen abgedeckt.