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Kremlchef Putin in Teheran eingetroffen

18. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Kremlchef Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wollen am Dienstag mit Irans Präsidenten Ebrahim Raisi zusammentreffen.

Der iranische Präsident Ebrahim Raisi hat den türkischen Staatschef Recep Tayyip in Teheran empfangen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, wurde Erdogan am Dienstagmorgen in der Palastanlage Saadabad begrüßt.

Für den Gipfel in der iranischen Hauptstadt Teheran sind offiziell Gespräche über eine Verbesserung der Lage im Bürgerkriegsland Syrien geplant. Bereits in der Vergangenheit hatten die drei Staaten über Syriens Zukunft verhandelt. An dem Treffen will auch Syriens Außenminister Faisal al-Mikdad teilnehmen.

Er werde dort am Mittwoch mit seinem iranischen Kollegen Hussein Amirabdollahian zusammentreffen, erfuhr die dpa am Montag aus Damaskus. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Unterschiedliche Unterstützer-Rollen in Syrien

Russland und der Iran unterstützen die syrische Regierung, die Türkei wiederum ist mit der Opposition verbündet. Die drei Schutzmächte organisieren seit 2017 im Astana-Format Gespräche über den Syrien-Konflikt. Ankara kündigt bereits seit Wochen eine neue Offensive in Nordsyrien an. Russland und der Iran hatten die Türkei jüngst vor einer Militäraktion gewarnt.

Putin in Teheran eingetroffen

Kremlchef Wladimir Putin ist für ein Gipfeltreffen mit seinem iranischen und türkischen Amtskollegen in Irans Hauptstadt Teheran eingetroffen. Bilder des Staatsfernsehens zeigten den russischen Präsidenten am Dienstag am Hauptstadtflughafen Mehrabad. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan traf sich zuvor bereits zu Gesprächen mit Irans Präsident Ebrahim Raisi und dem obersten Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei.

Bei dem Gipfeltreffen der drei Staatschefs sind Gespräche über die Lage im Bürgerkriegsland Syrien geplant. Die drei Staaten haben bereits in der Vergangenheit über Syriens Zukunft verhandelt. Russland und der Iran unterstützen die syrische Regierung, die Türkei wiederum ist mit der Opposition verbündet. Beobachter erwarten, dass auch der russische Krieg in der Ukraine thematisiert wird. Es ist Putins zweite offiziell bekannte Auslandsreise seit Russlands Einmarsch in die Ukraine Ende Februar.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp