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Kopenhagen: Iranische Botschafterin mit Messer bedroht

07. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein Angreifer ist auf das Gelände der iranischen Vertretung in Kopenhagen eingedrungen und hat die Botschafterin Afsaneh Nadipur mit einem Messer bedroht.

Er habe zudem mehrere Autos der iranischen Mission demoliert und sei dann von einem Beamten der Vertretung überwältigt worden, erklärte das Außenministerium in Teheran. Der Botschafterin gehe es den Umständen entsprechend gut.

Iraner festgenommen

Die Kopenhagener Polizei bestätigte den Vorfall und teilte mit, dass in diesem Zusammenhang ein iranischer Staatsbürger festgenommen worden sei. Er werde am Samstag einem Haftrichter vorgeführt. Ob der Vorfall im Zusammenhang mit den systemkritischen Protesten im Iran steht, war unklar.

Vorwürfe an dänische Polizei

Teheran verurteilte den Vorfall und übte zudem Kritik an der dänischen Polizei. "Es ist bedauerlich, dass im Herzen Europas solch ein Angriff auf eine Frau, die nebenbei noch Botschafterin ist und diplomatische Immunität genießt, passiert", sagte Außenminister Hussein Amirabdollahian. Er warf der dänischen Polizei zudem vor, trotz Benachrichtigung nicht rechtzeitig vor Ort erschienen zu sein. Das sei verwunderlich, so der Außenminister.

Dänischer Botschafter einbestellt

Am Freitagabend wurde auch der dänische Botschafter in Teheran ins Außenministerium zitiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wurde dem Botschafter der offizielle Protest der iranischen Regierung mitgeteilt. Laut der Wiener Konvention sei jedes Land für die Sicherheit der diplomatischen Missionen dort verantwortlich. Teheran erwarte daher von Dänemark, sich dementsprechend an die internationalen Vorschriften zu halten, so das Außenministerium.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp