APA - Austria Presse Agentur

Kolumbianische Farc hat offenbar wieder tausende Mitglieder

31. Mai 2020 · Lesedauer 1 min

Vier Jahre nach dem historischen Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc haben Splittergruppen der Rebellen einem Geheimdienstbericht zufolge wieder Tausende Mitglieder. Innerhalb von nur einem Jahr haben damit die illegalen Gruppen ihre Stärke auf rund 4.600 Mitglieder verdoppelt.

Vier Jahre nach dem historischen Friedensvertrag zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc haben Splittergruppen der Rebellen einem Geheimdienstbericht zufolge wieder Tausende Mitglieder. Innerhalb von nur einem Jahr haben damit die illegalen Gruppen ihre Stärke auf rund 4.600 Mitglieder verdoppelt.

Ende 2016 hatten die Farc und die Regierung den jahrzehntelangen Konflikt mit rund 220.000 Toten und Millionen Vertriebenen in dem südamerikanischen Land mit einem Friedensvertrag beendet. Die meisten Guerilla-Kämpfer legten die Waffen nieder. Allerdings wurden daraufhin zahlreiche ehemalige Rebellen von rechten Paramilitärs getötet. Auch die Wiedereingliederung ins zivile Leben gestaltete sich oft schwierig. Zahlreiche frühere Guerilleros kehrten deshalb in den Untergrund zurück.

Unter den Dissidenten sind auch die früheren mächtigen Farc-Kommandanten Iván Márquez und Jesús Santrich, die den Friedensvertrag mit ausgehandelt hatten und für die neue Farc-Partei in den Kongress einziehen sollten. Sie haben offenbar eine Allianz mit dem regierungstreuen venezolanischen Verbrechersyndikat "La Piedrita" geschmiedet und sind in Drogenschmuggel sowie illegalen Bergbau verwickelt.

Quelle: Agenturen