Kogler: "Dort wo es schnell gehen musste, hat man den abgekürzten Weg genommen"

29. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Vizekanzler Werner Kogler spricht im Newsroom LIVE über das Corona-Management in St. Wolfgang, die Verfassungskonformität von Verordnungen und Corona-Tests im Tourismus.

"Das Leben muss weitergehen", sagt Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) im Interview mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr. Deshalb sei es wichtig, Corona-Ausbrüche regional einzudämmen.  "Sonst würden wir, wenn in Vorarlberg ein Ausbruch ist, in ganz Ostösterreich Maßnahmen treffen. Das kann es ja nicht sein", sagt er im Newsroom LIVE.

Die wichtigsten Punkte des Interviews finden Sie hier zusammengefasst:

Krisenmanagement in St. Wolfgang

Beim Corona-Cluster in St. Wolfgang sieht Kogler die regionalen Behörden in der Verantwortung. "Es muss schnellstmöglich die Nachverfolgung passieren", sagt Kogler. Strengere Maßnahmen, wie etwa Hotelschließungen, findet er derzeit nicht notwendig. "Grosso modo hat die oberösterreichische Landesverwaltung das im Griff".

Verfassungskonformität der Verordnungen

Künftig werden alle Verordnungen vom Verfassungsdienst geprüft. Warum das bisher nicht gemacht wurde? "Dort wo es schnell gehen musste, hat man den abgekürzten Weg genommen", sagt der Vizekanzler.

Nachfolgemodell für Corona-Kurzarbeit?

Das Kurzarbeits-Modell läuft im September aus. "Wichtig ist, dass wir die Kurzarbeit verlängern", sagt Kogler. Es werde mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu kommen. Derzeit werde aber noch verhandelt.

Im Herbst werde es auch eine Einigung für ein Arbeitslosengeld-Modell brauchen. "Es soll mehr sein als die 55 Prozent", so der Vizekanzler. 

Regeln für Hallensport

"Schwierig wird es in jedem Fall", sagt Kogler zur Lage im Hallensport. Die Situation sei nicht planbar, bestimmte finanzielle Absicherungen müssten neu gedacht werden. 

Quelle: Redaktion / spe