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Kirche verlangt konsequentes Handeln zur Klimakrise

17. März 2023 · Lesedauer 2 min

Österreichs römisch-katholischen Bischöfe haben sich nach ihren jüngsten Beratungen zur Klimakrise geäußert und dabei "konsequentes Handeln und mitunter auch unpopuläre Entscheidungen" eingefordert. Bezüglich des "Wahnsinn des Krieges" sprachen sie vom legitimen Recht des ukrainischen Volks, sich gegen den "ungerechten Angriff" Russlands zu verteidigen. Feststellungen traf die Bischofskonferenz auch zur Erdbebenhilfe in Syrien und zur Leihmutterschaft.

Die Bischöfe hatten diese Woche die Caritas zu Gast und hoben angesichts der Nöte der Menschen die Milliardenhilfen von Bund und Ländern der vergangenen Monate und Jahre hervor. Es brauche außerordentliche Anstrengungen, um ein Ansteigen der Armut zu verhindern. "Wirksame Hilfe sollte deshalb nicht einmalig, sie sollte nachhaltig und vor allem zielgerichtet jenen Menschen zugutekommen, die jetzt in Not sind", forderten sie.

Es zeige sich, dass immer mehr davon Betroffene zu den Lebensmittelausgabestellen der Caritas kommen und ihre Mieten und Energierechnungen nicht mehr bezahlen können - trotz der bereits gesetzten Maßnahmen. Der Sozialstaat müsse auch diese Menschen auffangen und absichern, betonte Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner in einer Pressekonferenz am Freitag. "Und die Not der einen darf nicht gegen die Not der anderen ausgespielt werden."

Auch die Klimakrise nehme vielen das Vertrauen in die Zukunft. "Hier wollen wir uns als Kirche und Bischöfe klar an die Seite junger Menschen stellen, wenn es darum geht, uns gemeinsam für den Erhalt der Schöpfung einzusetzen", hieß es in der Erklärung. "Dafür braucht es konsequentes Handeln und mitunter auch unpopuläre Entscheidungen." Ohne eine "Kultur des Teilens, der Bescheidenheit und der Solidarität mit Menschen an den Rändern der Gesellschaft und des Lebens" werde es nicht gehen. Mit Blick auf die verheerende Erdbebenkatastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet appellierten die Bischöfe dafür, Unterstützung für die Opfer in Syrien zuzulassen.

Auch ein weiteres Thema beschäftigte die Kirchenoberhäupter, nämlich rechtliche Entwicklungen auf europäischer Ebene, die - so die Befürchtungen - das Verbot von Leihmutterschaft in Österreich aushebeln könnte. Die Bischöfe drängen auf eine EU- und weltweite Verankerung eines strikten Verbots. Sorge bereitet ihnen die Entwicklung in Ländern wie Ukraine, Georgien, Griechenland und Ländern Lateinamerikas, wo das Geschäft mit Leihmutterschaft immer skrupelloser werde. Dem müsse Einhalt geboten werden, denn: "Leihmutterschaft ist rücksichtslose Ausbeutung von Frauen, macht Kinder zur Ware und widerspricht den Menschenrechten", so die Bischöfe.

Quelle: Agenturen