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Keine Zwischenfälle bei Ramadan-Freitagsgebet in Jerusalem

Heute, 13:46 · Lesedauer 2 min

Das erste Freitagsgebet im muslimischen Fastenmonat Ramadan ist in Jerusalem trotz Sorge vor Gewalt ohne Zwischenfälle verlaufen. Nach Schätzungen der muslimischen Wakf-Behörde nahmen rund 80.000 Gläubige an dem Gebet auf dem Tempelberg in Jerusalems Altstadt teil. Die israelische Polizei ist während des Ramadan stets mit vielen Kräften in Jerusalem im Einsatz. In der Vergangenheit hatte es in der Stadt während des Fastenmonats oft Gewalt gegeben.

Der Jerusalemer Tempelberg (Al-Haram al-Sharif) mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen.

Israel hatte die Sicherheitsmaßnahmen vor erstem Freitagsgebet deutlich erhöht. Sicherheitsbehörden beschränkten außerdem - wie auch in den vergangenen Jahren - die Zahl der Gläubigen, die aus dem Westjordanland kommen dürfen, auf 10.000. Zudem gelten für sie Altersbegrenzungen. Nur Männern ab 55 Jahren, Frauen ab 50 Jahren und Kindern bis 12 Jahren wird Zutritt zum Tempelberg gewährt. Die Menschen brauchen eine gültige Reisegenehmigung.

Für arabische Israelis gelten keine Beschränkungen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete allerdings, auch einigen jungen Männern sei der Zugang zur Anlage verwehrt worden.

Bericht: Viele Palästinenser an Kontrollpunkten abgewiesen

Wafa berichtete unter Berufung auf Augenzeugen zudem, israelische Einsatzkräfte hätten Dutzende ältere Gläubige wegen fehlender Reisegenehmigungen an Kontrollpunkten weggeschickt. Dem Bericht zufolge wurden auch Menschen abgewiesen, die zwar jünger als 50 bzw. 55 Jahre sind, aber eigentlich Genehmigungen haben, mit denen sie prinzipiell in die Stadt dürften.

In früheren Jahren kamen mitunter 200.000 Menschen zum Freitagsgebet auf den Tempelberg, viele von ihnen aus dem Westjordanland.

Zusammenfassung
  • Das erste Freitagsgebet im Ramadan auf dem Tempelberg in Jerusalem verlief ohne Zwischenfälle, rund 80.000 Gläubige nahmen laut muslimischer Wakf-Behörde teil.
  • Israel erhöhte die Sicherheitsmaßnahmen und beschränkte die Zahl der Gläubigen aus dem Westjordanland auf 10.000, wobei nur Männer ab 55, Frauen ab 50 und Kinder bis 12 Jahren mit gültiger Reisegenehmigung zugelassen wurden.
  • Laut Berichten der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden Dutzende ältere Gläubige sowie einige Personen mit eigentlich gültigen Genehmigungen an Kontrollpunkten von israelischen Einsatzkräften abgewiesen.