Scheuba: Rendi-Wagner kann sich nicht ins Kanzleramt schweigen

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Bereits im vergangenen Wahlkampf hätte Pamela Rendi-Wagner wenige Interviews gegeben und so versucht, sich ins Kanzleramt zu schweigen, meint Kabarettist Florian Scheuba bei WildUmstritten. Das Problem sei, dass man auch jetzt nicht wisse, wofür sie steht.

Ähnlich sieht das auch Kommunikationsberaterin Christina Aumayr-Hajek. Die größte Schwachstelle der SPÖ sei, dass sie auf die aktuellen großen Fragen rund um steigende Mieten, Strompreise und Inflation keine Antworten hätte. Hans Peter Doskozil könne zumindest auf seine Leistungen als Landeshauptmann verweisen. "Er hat eine politische Idee, für die er steht", sagt Aumayr-Hajek.  

Dritter Kandidat Ludwig?

Inhaltliche Themen werden zurzeit generell zurückgedrängt, analysiert Florian Scheuba. Es gehe nur um die Frage, wer von den beiden erfolgversprechender sei. Den Erfolg sieht er eher bei Doskozil und "seiner populistischen Linie". Außerdem wirft Scheuba die Frage nach einem möglichen dritten Kandidaten in den Raum. Sollte es zu einer Pattsituation zwischen den beiden kommen, "kann es sein, dass die SPÖ sagt 'Jetzt muss sich Michael Ludwig opfern'", meint Scheuba.

SPÖ muss sich Wähler von FPÖ zurückholen

Wenn die SPÖ nicht wolle, dass die FPÖ direkt ins Kanzleramt marschiert, müsse sie sich ein Wählersegment von der FPÖ zurückholen. Dafür müsse man eher auf Doskozil setzen, meint Aumayr-Hajek. Er könne rechts mehr gewinnen, als er links verlieren wird. Dem ehemaligen Bundeskanzler Christian Kern, als möglicher dritter Kandidat ins Spiel gebracht, würde das nicht gelingen.

Dieser aktuelle Zustand sei für die Partei auf Dauer nicht auszuhalten. Jetzt brauche es ein Ende mit Schrecken, statt ein Schrecken ohne Ende, sagt auch Politikberater Daniel Kapp.

ribbon Zusammenfassung
  • Bereits im letzten Wahlkampf hätte Pamela Rendi-Wagner wenige Interviews gegeben und so versucht, sich ins Kanzleramt zu schweigen, meint Kabarettist Florian Scheuba bei WildUmstritten.
  • Das Problem sei, dass man auch jetzt nicht wisse, wofür sie steht.