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Italien erwägt Verkürzung der Quarantäne für Geimpfte

27. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Die italienische Regierung erwägt eine Verkürzung der siebentägigen Quarantäne für Personen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden und mit einer Person in Kontakt gekommen sind, die an Covid erkrankt ist.

Wissenschafter würden zusammen mit dem Höheren Institut für Gesundheit (ISS) diesen Schritt prüfen. Dies berichtete der für die Impfkampagne zuständige Regierungskommissar Francesco Figliuolo am Montag. Derzeit befinden sich rund zwei Millionen Italiener in Quarantäne.

Die Quarantäne für Nichtinfizierte beträgt derzeit zehn Tage. "Wir prüfen, welche Maßnahmen wir ergreifen können", sagte Figliuolo laut Medienangaben.

Die Regierung sollte die Quarantänevorschriften für Personen, die gegen Covid-19 geimpft wurden, angesichts des Anstiegs der Omikron-Variante überarbeiten, aber jetzt sei nicht der richtige Zeitpunkt für einen solchen Schritt, sagte Gesundheitsstaatssekretär Pierpaolo Sileri. "Eine Überarbeitung der Quarantänevorschriften ist notwendig, aber jetzt ist dies nicht der richtige Zeitpunkt", erklärte Sileri gegenüber dem TV-Kanal Sky TG24. Zwei Wochen seien notwendig, um diesen Beschluss zu fassen.

Laut Sileri sei die Omikron-Variante wahrscheinlich für mehr als 60 Prozent der Corona-Fälle in Italien verantwortlich. Er sagte, dass in Italien in Kürze mit 100.000 Infektionen pro Tag zu rechnen sei. Er äußerte die Hoffnung, dass die Schulen wieder planmäßig am 10. Jänner öffnen werden. Vor diesem Datum könnten auch die Quarantänevorschriften für Kinder überarbeitet werden, so Sileri. Das unabhängige Gesundheitsinstitut GIMBE teilte mit, dass die Quarantäne für Kinder, die ihre dritte Impfung erhalten haben, reduziert werden sollte.

Quelle: Agenturen