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Israel tötet Anführer von Al-Aqsa-Brigaden

09. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Israel hat bei einem Militäreinsatz im Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Aqsa-Brigaden getötet.

Israel hat bei einem Militäreinsatz im Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Aqsa-Brigaden getötet. Ibrahim al-Nablusi sei für eine Reihe von Anschlägen auf israelische Soldaten in der Gegend verantwortlich gewesen, teilten der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet sowie das Militär übereinstimmend am Dienstag mit. Bei der versuchten Festnahme seien auch Sprengsätze und weitere Waffen gefunden worden. Zudem sei ein weiteres Mitglied getötet worden.

Militärischer Arm der Fatah

Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte den Tod von Nablusi sowie zwei weiteren Menschen. Rund 40 Menschen seien demnach bei dem Einsatz durch Schüsse verletzt worden. Es wird befürchtet, dass die Tötung von Nablusi zu weiteren Konfrontationen führen könnte.

Die Al-Aqsa-Brigaden sind der militärische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust.

Waffenruhe in Kraft

Nach dreitägigen Kämpfen war am Sonntag zwischen Israel und der palästinensischen Organisation Islamische Jihad im Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft getreten. Das israelische Militär hatte am Freitag die Militäraktion "Morgengrauen" mit Luftangriffen gegen die Organisation im Gazastreifen gestartet. Während der Operation wurden zwei Militärchefs getötet.

Zudem starben 44 Menschen und 360 wurden verletzt, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Unter den Toten waren den Angaben zufolge auch 15 Kinder und vier Frauen. Die Palästinenser machten Israel dafür verantwortlich.

Israels Armee betonte dagegen, fehlgeleitete Raketen des Islamischen Jihad hätten zivile Opfer im Gazastreifen gefordert. Seit Freitag hatten militanten Palästinenser als Reaktion auf die israelische Kampagne nach Militärangaben mehr als 1.000 Raketen auf israelische Ortschaften. 200 davon seien im Gazastreifen eingeschlagen.

Der Einsatz gegen den Islamischen Jihad im Gazastreifen ist als Fortsetzung einer Kampagne im Westjordanland zu sehen, die schon seit Monaten andauert. Seit einer Terrorwelle in Israel im Frühjahr führt die Armee dort verstärkt Anti-Terror-Einsätze durch.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp