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Laut Insider Zehn Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

19. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Bei israelischen Luftangriffen im libanesischen Bekaa-Tal sind am Freitag nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens zehn Menschen getötet worden. Außerdem seien rund 50 Personen verletzt worden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Unter den Toten befinde sich ein ranghoher Vertreter der Hisbollah-Miliz. Das israelische Militär teilte mit, es habe Kommandozentralen der Hisbollah in der Gegend um Baalbek im Osten des Landes angegriffen.

Eine Stellungnahme der Hisbollah lag zunächst nicht vor. Die Angriffe zählen zu den schwersten im Osten des Libanon in den vergangenen Wochen.

Sie stellen eine neue Belastungsprobe für die brüchige Waffenruhe dar, auf die sich Israel und die Hisbollah 2024 unter Vermittlung der USA geeinigt hatten. Das Abkommen sollte die über einjährigen gegenseitigen Angriffe beenden, aus denen die vom Iran unterstützte Miliz geschwächt hervorgegangen ist. Beide Seiten werfen sich seither jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor.

Unabhängig davon griff das israelische Militär nach eigenen Angaben ein Kommandozentrum der Hamas im Gebiet Ain al-Hilweh im Süden des Libanon an. Von dort aus hätten Extremisten operiert.

Die Hamas verurteilte den Angriff auf das dicht besiedelte palästinensische Flüchtlingslager nahe Sidon. Die Palästinenser-Organisation wies die Darstellung Israels zum Ziel des Angriffs zurück. Das getroffene Gebäude gehöre den gemeinsamen Sicherheitskräften, die für die Ordnung in dem Lager zuständig seien.

Zusammenfassung
  • Bei israelischen Luftangriffen im libanesischen Bekaa-Tal wurden laut Sicherheitskreisen mindestens zehn Menschen getötet und etwa 50 verletzt, darunter ein ranghoher Vertreter der Hisbollah.
  • Das israelische Militär griff nach eigenen Angaben Kommandozentralen der Hisbollah bei Baalbek sowie ein Hamas-Kommandozentrum im Gebiet Ain al-Hilweh im Süden des Libanon an.
  • Die Angriffe zählen zu den schwersten im Osten des Libanon in den vergangenen Wochen und stellen eine erneute Belastung für die brüchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah dar.