EU warnt Trump vor Lockerung von Russland-Sanktionen
Da der derzeitige Anstieg der Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs Russland unerwartete Zusatzeinnahmen verschaffen könnte, sei es wichtig, den bestehenden westlichen Preisdeckel für russisches Öl strikt durchzusetzen. Es gehe darum, Russlands Einnahmen zu begrenzen, betonte er.
Eine Lockerung von Sanktionen wäre nach den Worten von Dombrovskis dagegen "selbstschädigend". Sie würde Russlands Fähigkeit stärken, Krieg zu führen, die Ukraine schwächen und auch die Ziele beeinträchtigen, die die USA und Israel gegenüber dem Iran zu erreichen versuchten, sagte er. Schließlich unterstütze Russland den Iran in dem Krieg.
Trump hatte zuvor am Montag kurz nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin erklärt, die USA setzten "bestimmte ölbezogene Sanktionen aus, um die Preise zu senken". Dies werde er tun, bis sich die Lage beruhigt habe. Eventuell sei es anschließend auch nicht mehr nötig, die Restriktionen wieder in Kraft zu setzen, fügte er hinzu. Trump sagte nicht, welche Länder konkret er von den Sanktionen befreien wolle.
Um den bestehenden Preisdeckel für russisches Öl durchzusetzen, werden derzeit Unternehmen Sanktionen angedroht, die am Transport von russischem Öl zu einem Preis oberhalb des Preisdeckels beteiligt sind. Diese Regelung zielt auf Reedereien ab, aber auch auf Unternehmen, die Versicherungen, technische Hilfe sowie Finanzierungs- und Vermittlungsdienste anbieten. Im Gespräch ist derzeit auch ein generelles Verbot maritimer Dienstleistungen für russische Ölexporte.
Zusammenfassung
- Die EU warnt US-Präsident Donald Trump davor, die Sanktionen gegen russische Ölexporte zu lockern, da laut EU-Kommissar Valdis Dombrovskis maximaler Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse.
- Dombrovskis betont, dass eine Lockerung der Sanktionen 'selbstschädigend' wäre, Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung stärken und die Ukraine sowie die Ziele der USA und Israels im Iran-Konflikt schwächen würde.
- Trump kündigte nach einem Telefonat mit Wladimir Putin an, bestimmte ölbezogene Sanktionen auszusetzen, um die Preise zu senken, ließ aber offen, welche Länder konkret betroffen sind.
