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Inseraten-Affäre: Karmasin nicht mehr für das IHS tätig

23. Okt 2021 · Lesedauer 1 min

Das Institut für Höhere Studien hat die Zusammenarbeit mit Ex-Familienministerin Sophie Karmasin ruhend gestellt. Karmasin wird als beschuldigte in der Inseraten-Affäre rund um Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz geführt.

Die in der Inseraten- und Umfragen-Affäre beschuldigte Ex-Familienministerin Sophie Karmasin wird vorerst nicht mehr für das Institut für Höhere Studien (IHS) tätig sein. "Wir haben die Zusammenarbeit ruhend gestellt, bis alle Vorwürfe geklärt sind", erklärte IHS-Sprecher Paul Glück gegenüber "profil".

Schmidt: "Inseraten-Affäre nimmt Schaden am Demokratiebewusstsein"

Die Inseraten-Affäre habe dem Demokratiebewusstsein geschadet, sagt die Ex-Politikerin Heide Schmidt. Im Newsroom LIVE fordert sie Maßnahmen, die die Inseratenvergabe transparenter machen soll.

Karmasin fungierte kurz nach dem Ende ihrer Laufbahn als Ministerin als Mitbegründerin eines IHS-eigenen Kompetenzzentrums für Verhaltensökonomik, des "Insight Austria". Das Zentrum wurde im Jahr 2018 vom damaligen IHS-Chef und nunmehrigen ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher ins Leben gerufen. Bis vor wenigen Tagen schien Karmasin noch auf der Website von "Insight Austria" als Konsulentin auf.

Karmasin ist Mitbeschuldigte in der Korruptions-Causa um Sebastian Kurz - es gilt die Unschuldsvermutung. Die Chat-Enthüllungen deuten darauf hin, dass eine Gruppe von Vertrauten um Kurz bei Karmasins Engagement bei "Insight Austria" mitgemischt haben könnte.

Quelle: Agenturen / pea